Auszeit vom Pflege-Alltag

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Sie können sich keine schönere Aufgabe vorstellen: Roswitha Deisenroth (links) und Maria Klug sind als Betreuungskräfte in den Betreuungsgruppen der AWO Nordhessen tätig. Foto:  Pamela De Filippo

Drei Stunden erscheinen nicht lang. Für Menschen, die einen Angehörigen rund um die Uhr pflegen, bedeuten diese drei Stunden jedoch ein Stückchen Freiheit.

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„Sie können sich mit einer Freundin zum Kaffee treffen oder zum Friseur gehen. Das ist wichtig, um neue Kraft zu tanken“, sagt Maria Klug. Einmal pro Woche ist die Altenpflegerin in einer Betreuungsgruppe des mobilen Pflegedienstes AWO mobil in Rotenburg tätig – ein Angebot, das sich an pflegebedürftige Senioren und insbesondere an Menschen mit Demenz richtet. Die Dankbarkeit, die sie von Teilnehmern und Angehörigen erlebe, sei groß.

Willkommene Abwechslung

„Wer zu uns kommt, erlebt einen geselligen Nachmittag, eine willkommene Abwechslung im Alltag“, sagt Maria Klug. Und tatsächlich sind die Treffen sehr abwechslungsreich: Es wird gebastelt und erzählt, es gibt Bewegungsangebote und Denkspiele. „Das ist wichtig, um die vorhandenen Fähigkeiten der Senioren zu aktivieren.“ Auch aktuelle Anlässe und Jahreszeiten würden immer ins Programm eingebunden. Um den Bedürfnissen der Teilnehmer gerecht zu werden, verfügen alle Betreuungskräfte über spezielle Weiterbildungen im Bereich Demenz.

Wichtiger Termin

Dass die Betreuungsgruppe für die Teilnehmer ein wichtiger Termin im Wochenplan ist, kann auch Roswitha Deisenroth bestätigen, die die Treffen bei AWO mobil in Wildeck-Obersuhl begleitet: „Hier sind inzwischen sogar richtige Freundschaften entstanden.“ Acht bis zehn Personen sind bei den Treffen durchschnittlich dabei. Bei Bedarf werden die Senioren auch zu Hause abgeholt. Die Teilnahme an der Betreuungsgruppe wird in der Regel über die Pflegekasse abgerechnet: Für solche Betreuungsleistungen steht jedem Pflegebedürftigen ein so- genannter Entlastungsbetrag zur Verfügung.

Ein Traumberuf

Die tägliche Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen empfinde sie als Bereicherung, sagt Roswitha Deisenroth: „Ich mache diesen Job mit all meiner Liebe. Und ich bekomme so viel zurück.“ Und auch Maria Klug hat es nie bereut, ihren Bürojob vor 18 Jahren gegen die Tätigkeit in der ambulanten Pflege eingetauscht zu haben. „Es ist mein Traumberuf. Mit Menschen zusammenarbeiten und ihnen den Alltag erleichtern, ist eine sehr schöne Aufgabe.“ (pdf)

Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz gibt es an den Standorten von AWO mobil – Pflege Zuhause im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Die Treffen finden jeweils einmal wöchentlich nachmittags statt. Mehr Informationen gibt es im Internet unter: www.awo-nordhessen.de

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