A7: Im Osten ändern sich Verkehrsströme

Autobahnanschluss Ost: Bewohner haben Angst vor Staus

Kassel. Lastwagen, die durch schmale Straßen brummen, endlose Autoschlangen, die sich durch Wohnquartiere wälzen: Im Osten droht mehr Schleichverkehr, wenn der Autobahnanschluss Ost wie geplant dichtgemacht und durch ein Autobahndreieck ersetzt wird.

Noch hat die Stadt genügend Zeit, sich auf die künftigen Verkehrsströme vorzubereiten, diese zu ordnen und zu lenken und manche neuralgischen Punkte rechtzeitig auszubauen.

Die Verkehrsentwicklung im Kasseler Osten erfordert umgehendes Handeln, mahnt CDU-Stadtverordneter Dominique Kalb. Nachdem im Bundesverkehrsministerium die im Vorfeld bereits angekündigte Entscheidung gefallen sei, die Autobahn-Anschlussstelle Kassel-Ost zum Autobahndreieck umzubauen, sei klar, dass damit auch die Auf- und Abfahrtmöglichkeiten an der Leipziger Straße wegfallen.

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„Dies bedeutet, dass sich im Kasseler Osten die Verkehrsmengen zukünftig auf der Dresdener Straße und der Bundesstraße 83 deutlich erhöhen werden“, erklärt Kalb. Dadurch werde ein Umbau des überlasteten Platzes der Deutschen Einheit in der Unterneustadt immer dringlicher. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion fordert deswegen Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) auf, „seine Blockadehaltung aufzugeben und zu handeln“.

Bereits heute komme es am großen Kreisel in den Spitzenzeiten zu Staus, die Berufspendler Zeit und Nerven kosten würden. „Durch seine Blockadehaltung verschleppt Stadtbaurat Nolda die Chancen auf weiteres dynamisches Wachstum und nimmt billigend in Kauf, dass vermeidbare Schleichverkehre und staubedingte Schadgasemissionen die Menschen im Kasseler Osten zusätzlich belasten“, kritisiert Kalb.

Hintergrund: Kassel-Ost wird zum Autobahndreieck

In zwei strittigen Punkten der A 44-Planung schaffte das Bundesverkehrsministerium kürzlich auf HNA-Anfrage Klarheit.

A 7-Anschlussstelle Kassel-Ost: Sie wird zu einem Autobahndreieck ohne Auf- und Abfahrtmöglichkeit umgebaut. Das Ministerium begründet dies mit der Verkehrssicherheit und der Notwendigkeit eines reibungslosen Verkehrsablaufs. Diese Entscheidung hat Auswirkungen auf die Verkehrsströme im Kasseler Osten, die sich zur Anschlussstelle Kassel-Nord verlagern werden.

A 44-Anschlussstelle Kaufungen: Sie wird nach Angaben des Ministeriums circa zwei Kilometer östlich des Autobahndreiecks Kassel-Ost in Höhe von Niederkaufungen liegen. (ket)

Von Jörg Steinbach

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