Mehrere Polizeiwagen

Filmreife Verfolgungsjagd über A49 - Fahrer mit 3,96 Promille

Kassel. Eine filmreife Verfolgungsjagd mit mehreren Polizeifahrzeugen hat sich ein Autofahrer in der Nacht zu Sonntag geliefert.

Das teilte die Polizei erst Montagvormittag mit.

Die Fahrt führte über die Ochshäuser Straße in Kassel-Bettenhausen, weiter über die A49 bis hin zur Ausfahrt Baunatal-Mitte, wo die Beamten den Fahrer anhielten und festnahmen. Ein Atemalkoholtest beim Fahrer, der außerdem keinen Führerschein hat, verblüffte die Polizisten: 3,96 Promille.

Gegen 0.30 Uhr hatte eine Streife des Polizeireviers Ost an der Ochshäuser Straße den Mann kontrollieren wollen. Hierfür schalteten die Beamten am Fahrzeug ihr Anhaltesignal "STOP POLIZEI" ein. Der Autofahrer reagierte aber nicht. Nun versuchten die Beamten per Lichthupe, den Fahrer auf sich aufmerksam zu machen, ebenfalls ohne Erfolg.

Selbst als die Beamten Blaulicht und Martinshorn einschalteten, ignorierte der Autofahrer weiter stoisch das Anhaltesignal. Die Fahrt des Mannes wurde dafür immer waghalsiger. So fuhr er mit circa 90 Kilometern pro Stunde durch eine Tempo-30-Zone. Auch überholte er andere Autos mit waghalsigen Manövern im Gegenverkehr und versuchte eindeutig, sich der Kontrolle zu entziehen.

Mittlerweile war die Verfolgungsjagd in der Crumbacher Straße/Marie-Curie-Straße angelangt. Dort überfuhr der Fahrer eine rot zeigende Ampel mit etwa 100 Kilometern pro Stunde und raste weiter Richtung A49. Dort fuhr er mit bis zu 150 Kilometern pro Stunde dicht auf vorausfahrende Verkehrsteilnehmer auf.

Die Beamten des Reviers Ost bekamen Verstärkung durch Einsatzwagen benachbarter Reviere. Manöver der Polizei, den Wagen des Flüchtigen auszubremsen, misslangen.

An der Ausfahrt Baunatal-Mitte verließ der Fahrer die Autobahn. Kurz hinter der Ausfahrt wurde er dann ausgebremst und zum Anhalten gezwungen. Die Beamten nahmen den Fahrer vorläufig fest. Es handelt sich um einen 31-jährigen Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Ein Atemalkoholtest ergab einen beachtlichen Wert von 3,96 Promille, der selbst einige Polizeibeamte zum Staunen brachte.

Gegen den 31-Jährigen wird nun wegen verschiedener verkehrsrechtlicher Delikte ermittelt. So erwartet ihn unter anderem ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, Nötigung, Nichtbefolgen polizeilicher Weisungen, mehrfache Geschwindigkeitsüberschreitung sowie einem Rotlichtverstoß.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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