Azubi- und Studientage: Junge Menschen informieren sich über Berufe

Marc Wohlfarth

Kassel. Buntes Treiben in der Halle 3 der Kasseler Messe: Seit Freitag laufen dort die Azubi- und Studientage - eine Informationsplattform zu Lehrstellen und Studienplätzen.

100 Unternehmen, Behörden und Institutionen präsentieren sich dort, sodass sich einige Tausend Schüler, Jugendliche und junge Erwachsene über Berufsbilder und Studiengänge informieren können. Am Samstag geht es weiter. Die kostenlose Veranstaltung läuft von 10 bis 16 Uhr.

Auffällig ist, dass sich vor allem Unternehmen präsentieren, die von je her attraktiv für junge Menschen sind und noch keinen Nachwuchsmangel haben. Karsten Liese vom Bus- und Bahntüren-Hersteller Bode in Kassel, erklärt warum: „Die Zahl der Bewerber lässt quantitativ und qualitativ nach. Je mehr wird haben, desto besser ist die Auswahl.“

Azubi Sarah Marcinek (19) steht mit am Stand und rührt die Werbetrommel für Bode: „Hier bekommt man eine tolle Ausbildung, kann ich nur empfehlen“, sagt die angehende Fachkraft für Logistik.

Die 15-jährige Finnie Holland-Letz aus Bad Zwesten (Schwalm-Eder-Kreis) ist mit ihrer ganzen Klasse und Lehrern angereist. Die Azubi- und Studientage findet sie „sehr interessant und informativ“, wenn auch kleiner als gedacht.

Christoph Meister, der beim Kali- und Salzproduzenten K+S Bergbautechnologie im Werk Wintershall bei Heringen (Kreis Hersfeld Rotenburg) lernt, wirbt für seinen Arbeitgeber. „Der Job macht Spaß, die Ausbildung ist super und das Betriebsklima toll“, sagt der junge Mann. Ausbildungsleiter im Bereich der Elektrotechnik, Marc Wohlfarth, sagt, dass die Besetzung der Lehrstellen im Verbundbergwerk Werra mit seinen drei Produktionsstandorten in Hessen und Thüringen längst kein Selbstläufer mehr sei. „Auch wir müssen ordentlich strampeln, um den Nachwuchs sicherzustellen“, sagt er unter Hinweis auf die demografische Entwicklung und den Trend zu Büroberufen.

Uwe Hahn, Geschäftsführer des Tegut-Marktes in der Marbachshöhe stellt großes Interesse von Jugendlichen an einem Studium zum Betriebswirt an einer privaten Fachschule am Firmensitz in Fulda fest. Und der junge Einzelhandelskaufmann Lukas Firl, der bei Tegut in Harleshausen gelernt hat, erklärt: „Bei uns erhält man die beste Ausbilung, die man im Einzelhandel bekommen kann“.

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