Versorgung der Patienten soll ohne Unterbrechung weiterlaufen

B.-Braun-Tochter übernimmt ambulantes Herzzentrum in Kassel

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Prominente Patienten: Im Ambulanten Herzzentrum werden einmal im Jahr auch die Handballer der MT Melsungen durchgecheckt. Hier am Ergometer Julius Kühn, der von Herzzentrum-Mitarbeiterin Kathrin Linkel verkabelt wird.  

Kassel. Das Ambulante Herzzentrum (AHZ) Kassel bekommt einen neuen Eigentümer: Die B.-Braun-Tochter „B. Braun via medis GmbH“ übernimmt das kardiologische Versorgungszentrum in Wehlheiden.

Start ist am 1. Januar 2019. Zudem wird sie die Anteile am MVZ Medikum Stettiner Straße in Baunatal übernehmen.

Die Versorgung der Patienten soll ohne Unterbrechung weiterlaufen wie bisher. Auch sämtliche 96 Mitarbeiter, darunter 13 Ärzte, werden zu denselben Konditionen wie bisher weiterbeschäftigt. Das betont Dr. med. Andreas Utech, einer der drei bisherigen Eigentümer des Ambulanten Herzzentrums, auf Anfrage der HNA.

Utech und seine beiden Kollegen Dr. Karl-Friedrich Appel und Dr. Thomas Arnold äußern sich überzeugt, dass der Verkauf an das Familienunternehmen aus Melsungen der richtige Schritt ist: „Mit B. Braun haben wir einen bevorzugten regionalen Partner gefunden, der die erfolgreiche Struktur des Zentrums fortführt und weiterentwickelt.“

Grund für den Verkauf des AHZ seien Altersgründe – oder wie es der 63-jährige Utech humorig formuliert: „das beginnende Greisenalter der Eigentümer“. Utech, Appel und Arnold werden aber noch drei Jahre in der Leitung des Herzzentrums tätig sein, allerdings dann als Angestellte. Ihnen sei an einem fließenden Übergang und einer solide Nachfolge gelegen, sagt Utech.

Die B.-Braun-Tochter Via Medis wolle mit der Übernahme des Kasseler Herzzentrums ihre Aktivitäten im Bereich der ambulanten Versorgung ausbauen, heißt es in einer Pressemitteilung von B. Braun. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben 34 ambulante Nierenzentren in ganz Deutschland sowie an verschiedenen Standorten Zentren mit den weiteren Fachrichtungen Allgemeinmedizin, Diabetologie, Kardiologie und Pflege.

Den Erfolg des AHZ Kassel wolle man gemeinsam mit den Eigentümern und ihren Mitarbeitern fortsetzen und das Angebot an modernen ambulanten Versorgungsleistungen in der Region ausbauen, so B. Braun. Bestehende Partnerschaften des AHZ, etwa mit den benachbarten DRK-Kliniken, sollen fortgeführt und durch weitere Kooperationen mit regionalen Partnern im Gesundheitsbereich ergänzt werden.

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