Vier Beschuldigte müssen sich verantworten

Augustinum: Anklage wegen Millionenbetrugs - Kasseler Häuser noch beschlagnahmt

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Beschlagnahmt: Das Augustinum hofft, die Häuser bald wieder übernehmen zu können.

Kassel/ München. In einem Betrugsfall um illegale Geschäfte mit den Immobilien der Augustinum-Gruppe hat nun die Staatsanwaltschaft München Anklage gegen vier Beschuldigte erhoben.

Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung. Betroffen von dem Skandal, bei dem der Sozialkonzern um 30 Millionen Euro geschädigt worden sein soll, ist auch die Seniorenresidenz im Kasseler Druseltal.

In den Jahren 2011 bis 2014 waren 14 Immobilien – darunter auch die Kasseler – an die Firma Nordic Kontor aus Norddeutschland verkauft worden. Fortan wurden die Häuser vom Augustinumkonzern angemietet. 

Tatsächlich sollen bei diesen Geschäften vor allem die vier Beschuldigten verdient haben: Darunter ein ehemaliger Augustinum-Geschäftsführer, die beiden Betreiber von Nordic Kontor und ein Mittelsmann aus der Schweiz. Ebenfalls in den Skandal verwickelt war mutmaßlich der Aufsichtsratsvorsitzende, der aber 2014 gestorben ist.

Nach Auskunft des Augustinumkonzerns sind auch die Immobilien in Kassel im Zuge der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. Somit werde sichergestellt, dass die Häuser irgendwann wieder an den Augustinumkonzern übergehen können. 

Die Grundstücke seien grundbuchrechtlich gesichert worden. „Das Augustinum ist zuversichtlich, diese Immobilien zurückzuerlangen“, sagt ein Sprecher des Konzerns. Bei drei der ursprünglich betroffenen Häuser im Bundesgebiet sei dies bereits der Fall. Der Betrieb in den Häusern des Augustinum laufe ohne Beeinträchtigung weiter. 

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