Vier Gleise im Bahnhof überquert

Bahnhof Wilhelmshöhe: Gleisspringer beleidigte Bahn-Mitarbeiter

Kassel. Ein 21-jähriger Mann aus Thüringen  hat sich am Freitag im Bahnhof Wilhelmshöhe in Lebensgefahr begeben und zwei Mitarbeiter der Bahn beleidigt, die ihn wegen seines Fehlverhaltens angesprochen hatten.

Nach Angaben von Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel, stand der junge Mann um 17.40 Uhr am Bahnsteig von Gleis 7/8. Als er bemerkte, dass sein Anschlusszug am Bahnsteig von Gleis 3/4 abfuhr, sprang er quer über insgesamt vier Gleise. Er hätte ansonsten seinen Anschlusszug nicht bekommen, habe der Thüringer den Beamten der Bundespolizei mitgeteilt. Auch die Beamten hätten den uneinsichtigen Mann über die Gefahren seiner waghalsigen und verbotenen Aktion aufgeklärt.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen den 21-Jährigen ein Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet. Die verbotene Gleisüberschreitung wird durch ein Ordnungswidrigkeitsverfahren geahndet. Nach Angaben von Arend handelt es sich bei den Mittelgleisen (5 und 6, ohne Bahnsteig) um so genannte Durchfahrgleise, auf denen häufig Güterzüge, die auf keinem Fahrplan stehen, mit rund 120 km/h den Bahnhof durchfahren. 

Die Gefahr, von Zügen erfasst und getötet zu werden, sei dadurch besonders groß. „Züge haben generell einen sehr langen Bremsweg. Je nach Geschwindigkeit, bis zu einem Kilometer“, warnt Arend. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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