Fahrten nach Frankfurt dauern doppelt so lange

Bahnstrecke ab Samstag gesperrt: Pendler in den Süden brauchen Geduld

Kassel. Schlechte Nachrichten für alle Bahnreisenden: Wegen Bauarbeiten wird die ICE-Strecke zwischen Kassel und Fulda für zwei Wochen in beide Richtungen gesperrt.

Die Folge: Bahn-Reisende müssen bis zum 24. Juni mit Umleitungen und längeren Fahrtzeiten rechnen. Auch die Abfahrtszeit der Züge ändert sich mitunter. Die Deutsche Bahn empfiehlt daher, sich vor Reiseantritt im Internet oder am Bahnhof zu informieren. Auch in der DB-Navigator-App sind die aktuellen Abfahrtszeiten zu finden.

Kunden, die ein zuggebundenes Ticket erworben haben, können dies bis zu einem Tag vor Reiseantritt kostenfrei erstatten oder es für eine geänderte Reiseverbindung umschreiben lassen.

Die Beeinträchtigungen sind zum Teil massiv: So dauert etwa die Fahrt von Kassel nach Fulda, für die der ICE normalerweise eine halbe Stunde benötigt, nun mindestens doppelt so lange. Auf der Strecke von Kassel nach Frankfurt müssen Reisende mit einer Stunde mehr Fahrzeit rechnen. Grund ist, dass die Züge umgeleitet werden.

Wegen der Verzögerungen fahren die ICEs in Hamburg, Berlin und München bis zu einer Stunde früher ab. Einzelne Verbindungen auf der Strecke Berlin-Kassel-Frankfurt sowie einige Halte entfallen ganz. So halten in Frankfurt die Züge teilweise in Frankfurt West oder Süd statt am Hauptbahnhof. Reisenden, die von Frankfurt nach Berlin unterwegs sind, rät die Bahn, auf die Verbindung über Erfurt auszuweichen. Immerhin: Im Nahverkehr fahren alle Züge planmäßig.

Auch im Kasseler Stadtgebiet werden Schienen zwischen den Stadtteilen Oberzwehren und Bad Wilhelmshöhe ausgetauscht, deshalb kann es hier in den nächsten Tagen nachts zu Lärmbelästigungen kommen. Die Deutsche Bahn investiert eigenen Angaben zufolge 9,8 Millionen Euro in Gleise und Weichen zwischen Kassel und Fulda.

Die Einschränkungen für Zugreisende nach Süden gehen Ende Juni aber direkt weiter: Vom 23. Juni bis 12. August ist auf der Strecke zwischen Frankfurt, Gießen und Kassel nur ein Gleis befahrbar. Daher würden einige Züge nur verspätet oder gar nicht abfahren, teilte die Bahn mit.

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Köhler

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