Sanierung dauert bis 2017

Bergpark: Besucherplattform am Herkules bald wieder frei

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Großbaustelle Herkules: Neben der Pyramide bekommt die Besucherplattform in den nächsten zwei Wochen einen neuen Belag. Dafür sorgen unter anderem (von links) Jürgen Szecsenyi und Jan Sklarek.

Kassel. Darauf haben die Besucher des Herkules lange warten müssen: In zwei Wochen werden sie wieder die komplette Plattform unterhalb der Pyramide und der Kupferfigur nutzen können.

„Bis dahin sollen die neuen Platten verlegt sein“, sagt Bauleiter Thomas Täschner vom Hessischen Baumanagement. Etwa 20 Tonnen Material werden bis Ende September noch verbaut. Dabei handelt es sich um Basaltplatten, die auf einem Unterbau aus vielen kleinen Sandsäcken verlegt werden.

In alle Richtungen 

Auf der Fläche stand lange das Gerüst, das den Zugang zur Pyramide und der Herkulesfigur während dieser früheren Etappe der Sanierung ermöglichte. Wenn die Platten verlegt sind, können die Besucher wieder die Aussicht in alle Himmelsrichtungen von der Plattform aus genießen. Aus den Fenstern der Pyramide ist das ebenfalls möglich.

Lexikon-Wissen:

Mehr zum Herkules und dem Bergpark lesen Sie im Regiowiki.

Der neue Belag auf der Ebene der Besucherplattform sorgt für eine deutlich bessere Dämmung als bisher und auch dafür, dass nicht mehr so viel Wasser in die Mauern des Oktogon eindringt. Der Tuffstein kann zwar viel Feuchtigkeit aufnehmen, in Kombination mit Frost entstehen aber Risse und auf die Dauer größere Schäden. Bei der Sanierung des fast 300 Jahre alten Kasseler Wahrzeichens wurden immer wieder Hohlräume entdeckt.

Allein an der Nordostseite (Richtung Restaurant Herkulesterrassen) wurden in den vergangenen Monaten 100 Tonnen Mörtel in das Mauerwerk gepresst.

Der Arbeiten am Herkules werden noch mindestens bis zum Jahr 2017 fortgesetzt. Dafür hat das Land Hessen bislang 30 Millionen Euro bewilligt. Derzeit wird geprüft, welche Arbeiten für eine verbesserte Standfestigkeit noch nötig sind und was sie kosten. Die massive Holzkonstruktion zur Unterstützung der Steinsäulen im Oktogon ist jedenfalls keine Dauerlösung.

Herkules: Blick auf die Baustelle

Es kann also gut sein, dass am Herkules noch eine Weile gebaut wird. Für die Besucher wird es demnächst einen weiteren Service geben. In Höhe des Pavillons auf der Plattform soll ein Windmessgerät installiert und die Daten an das Besucherzentrum übermittelt werden. Dann weiß man unten schon, was einen oben erwartet.

Multimedia-Reportage mit den Sehenswürdigkeiten des Bergparks:

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