In Bertha-von-Suttner-Straße

Vier Königinnen für K+S: Bienenvölker des Kasseler Stadthonigs leben auf Firmendach

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Für eine bienenfreundliche Umwelt engagieren sich K+S-Mitarbeiterin Stephanie Lambach und Stadtimker Victor Hernández, die sich um die vier Bienenvölker auf dem Firmendach von K+S kümmern.

Vier Bienenvölker leben auf dem Dach von K+S an der Bertha-von-Suttner-Straße in Kassel - sie produzieren Kasseler Stadthonig.

Kassel – 320.000 neue Mitarbeiter hat K+S am Standort Bertha-von-Suttner-Straße zu verzeichnen. Diese nehmen jedoch wenig Platz weg: Es handelt sich um vier Bienenvölker der Imkerei des Kasseler Stadthonigs, die auf dem Dach leben. „Versichert werden müssen sie nicht“, scherzt Konzernsprecher Michael Wudonig. Eine Probezeit mussten die Bienen trotzdem durchlaufen: In den ersten acht Wochen wurde beobachtet, wie sich die tierischen Mitarbeiter mit der Belegschaft verstehen.

Die Bilanz: Niemand wurde gestochen. Die neuen Mitarbeiter sind nun offiziell eingezogen und erfreuen sich großer Beliebtheit. Damit haben sie ihren Arbeitsauftrag erfüllt: „Wir beschäftigen uns dieses Jahr mit dem Thema Insektensterben. Durch die Bienen wollen wir Mitarbeiter für das Thema sensibilisieren und die Angst vor den Bienen nehmen“, berichtet Stephanie Lambach aus dem Nachhaltigkeitsmanagement, die das Projekt koordiniert. Zu Beginn habe es einige Bedenken gegeben, doch diese seien nun vollkommen ausgeräumt und die Mitarbeiter freuen sich über den firmeneigenen Honig. Dieser solle gegen eine Spende zur Verfügung stehen, der Erlös fließe an ein Naturschutzprojekt.

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Fühlen sich wohl auf dem Dach und produzieren K+S-Honig: Die Bienen des Stadtimkers.

Die gestiegene Sensibilität für das Thema Insektensterben kann auch Victor Hernández von der Stadtimkerei bestätigen. Er hat die Bienenvölker auf dem K+S-Dach aufgestellt und besucht sie wöchentlich. „Es kommt öfter vor, dass K+S-Mitarbeiter mich über soziale Netzwerke kontaktieren und fragen, welche bienenfreundlichen Blumen sie nun im privaten Garten anpflanzen können“, berichtet der Imker, der insgesamt über 70 Bienenvölker in der Stadt betreut.

Der Standort auf dem Dach sei für die Stadtbienen optimal. „Die Bienen fliegen in einem Umkreis von drei Kilometern. Von K+S aus erreichen sie so sowohl den Bergpark als auch die Dönche.“ Mitarbeiterin Johanna Schramm wohnt im Flugradius der Bienen und hat selber schon positive Effekte im heimischen Garten feststellen können: „Unser Kirschbaum trägt nun mehr Früchte“, sagt sie.

Die geflügelten Mitarbeiter waren die erste Maßnahme zum Thema Insektensterben, berichtet Stephanie Lambach, die im Nachhaltigkeitsmanagement den Bereich Biodiversität betreut. Weiterhin seien Blühstreifen in Planung, es werde über insektenfreundliche Beleuchtung nachgedacht und die Aufstellung von Vogelnistkästen wird besprochen. Ebenfalls sollen die Kinder des Betriebskindergartens mit dem Thema Bienen in Berührung gebracht werden.

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Eine zeitliche Befristung für die Honigproduzenten gibt es aktuell nicht, berichtet Lambach. In den nächsten Tagen soll nun das erste Mal Honig geerntet werden – ein kräftiger und aromatischer Mischblütenhonig wird es werden, sagt Hernández.

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