Vor dem Besucherzentrum gab's Knöllchen

Falsch geparkte Autos blockierten Linienbusse am Herkules

Blockierte Wendeschleife: Weil mehrere Autos im Halteverbot abgestellt waren, konnte der Linienbus der KVG am Besucherzentrum Herkules nicht mehr wenden. Das Foto hat uns Michael Schwab zur Verfügung gestellt. Foto:  nh

Kassel. Blauer Himmel, Schnee und Sonnenschein: Das Wochenende bescherte Tausenden von Besuchern im Bergpark Wilhelmshöhe traumhaftes Ausflugswetter.

Für einige wird es aber spätestens dann ein böses Erwachen geben, wenn die Rechnung für den Strafzettel im Briefkasten liegt. Auf dem Parkplatz am Besucherzentrum Herkules standen die Autos wieder kreuz und quer. Weil die großen Linienbusse der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) nicht mehr ausreichend Platz zum Wenden hatten, gab es für Falschparker Knöllchen. „Das ist natürlich ärgerlich, weil teilweise Fahrten ausgefallen sind und wir darüber hinaus einige Verspätungen hatten“, sagt KVG-Sprecherin Heidi Hamdad. Da könne man sich auch nicht darauf berufen, dass einige Markierungen durch Schnee und Eis bedeckt waren. „Die Halteverbotsschilder waren deutlich zu sehen“, sagt Hamdad.

Trotz der Zwischenfälle am Wochenende hat sich nach Angaben der KVG die Situation im Busverkehr am Herkules entspannt. Im vergangenen Jahr seien auf dem Herkulesparkplatz Markierungen aufgebracht worden, an die sich fast alle Autofahrer halten. Die großen Schubgelenkbusse brauchen einen gewissen Radius zum Drehen. Der ist abgesperrt und wird in der Regel auch freigehalten.

Probleme hatte die KVG am Wochenende auch auf dem Hohen Gras und am Essigberg. Dort versperrten Autos die Bushaltestellen, die KVG-Fahrzeuge mussten teilweise mitten auf der Straße halten. Wer hier geparkt hat, muss ebenfalls mit einem Bußgeld rechnen. Wenn es ganz eng wird, lässt die KVG auch abschleppen.

Nach Angaben der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) wird der Parkplatz am Herkules nur in der Zeit vom 1. Mai bis zum 3. Oktober bewirtschaftet. Wer zu den Wasserspielen vor dem Besucherzentrum parkt, muss dafür fünf Euro bezahlen. Am Wochenende habe man keine eigenen Kontrollen gemacht. „Der Wendebereich für die Busse ist deutlich erkennbar“, sagt MHK-Sprecherin Natascha Callebaut. Wer dort parke, begehe eine Ordnungswidrigkeit.

Kein Salz im Bergpark

Callebaut wirbt um Verständnis dafür, dass bei Schnee und Eis nicht alle Wege im Bergpark geräumt werden könnten.

Mit Salz dürfe man im Weltkulturerbe ohnehin nicht streuen. Auf den Hauptwegen - zum Beispiel zur Galerie Alte Meister im Schloss Wilhelmshöhe und zur Endhaltestelle der Straßenbahn - werde mit einer Mischung aus Splitt und Sand gestreut. Man könne aber nicht gewährleisten, dass im Winter jeder Weg im Bergpark problemlos zu begehen sei.

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