Freibad Wilhelmshöhe: Förderverein will drei Meter breite Rutsche als neue Attraktion anschaffen

So soll die Rutsche aussehen: Jürgen Holze (links) und Kuno Hottenrott mit einem Modellfoto. Foto:  Koch

Bad Wilhelmshöhe. Die Idee hatte der Unternehmer Jürgen Holze (67), der vor zwei Jahren mit seinem Werbeunternehmen von Fuldabrück nach Bad Wilhelmshöhe gezogen ist. Es sollte doch möglich sein, 100 Menschen zu finden, die jeweils 1000 Euro für das Wilhelmshöher Freibad auftreiben.

Mit diesen 100 000 Euro soll die Sanierung des Bades (geplanter Beginn 2016) durch den Förderverein unterstützt werden. Holze, der Kindheitserinnerungen an den Besuch des Freibades hat, macht den Anfang. „Ich spende 1000 Euro, andere werden hoffentlich bald folgen“, sagt er. Dabei sei es egal, ob jemand die Summe allein aufbringe oder sich eine beliebige Zahl von Unterstützern suche. Unternehmen könnten auch gern mehrfach 1000 Euro beitragen.

Herrliches Gelände, hoher Sanierungsbedarf: Das Freibad Wilhelmshöhe soll ab 2016 modernisiert werden. Schon jetzt kümmert sich der Förderverein um das Cafégebäude rechts und eine neue Rutsche für den Nichtschwimmerbereich. Archivfoto:  Schachtschneider/Charterflug Kassel

Das Geld wird zweckgebunden für eine neue Rutsche eingesetzt. Drei Meter breit soll sie werden und eine Attraktion für die Kinder. „Bei unserem Ideenpool war so eine Rutsche einer der meistgenannten Punkte“, sagt Prof. Kuno Hottenrott, der Vorsitzende des Fördervereins.

Angebote habe man bereits eingeholt und auch Vorschläge für die Gestaltung des Nichtschwimmerbereichs ausgearbeitet. In dem Edelstahlbecken soll es unterschiedlich tiefe Bereiche für Babys, Kleinkinder und größere Kinder geben.

Die Rutsche wird 50 000 Euro kosten, der Rest der erhofften Spenden soll unter anderem in die Sanierung des Cafégebäudes fließen. Hier sind die Arbeiten bereits ein gutes Stück vorangekommen. Das Dach habe man abdichten lassen, die Fenster würden in den nächsten Wochen repariert und gestrichen. Für das Café, das zum Treffpunkt für den Stadtteil werden soll, habe man bislang Spendenzusagen von über 100 000 Euro, sagt Hottenrott. Durch die neuerliche Spendenaktion erhoffe man sich weitere 50 000 Euro.

Im kommenden Jahr soll zunächst das Freibad in Harleshausen saniert werden, 2016 dann das Bad in Wilhelmshöhe. Nicht mehr als 3,3 Millionen Euro darf das jeweils kosten, so die Vorgabe der Stadt. Die erwartet Eigenleistungen der beiden Fördervereine. Infos zur Spendenaktion unter www.freibad- wilhelmshoehe.de

Von Thomas Siemon

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