Jahrelang nur Übergangslösung

Neue Mensa und mehr Platz: Heidewegschule in Kassel wird für 7,4 Millionen Euro erweitert

Blick in die neue Mensa der Heidewegschule: Hier ist Platz für bis zu 140 Kinder. Unter dem hohen Dach mit Holzelementen sorgt eine Dämmung für Schallschutz.
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Blick in die neue Mensa der Heidewegschule: Hier ist Platz für bis zu 140 Kinder. Unter dem hohen Dach mit Holzelementen sorgt eine Dämmung für Schallschutz.

Die 320 Kinder der Heidewegschule haben die neue Mensa und die Räume im modernen Erweiterungsbau längst in Beschlag genommen.

Kassel - Großzügig, hell, mit viel Holz und schalldämpfenden Deckenplatten sind die 7,4 Millionen Euro teuren Neubauten gestaltet. Nach vielen Jahren mit immer wieder neuen Provisorien hat die Grundschule am Heideweg nun auch die räumliche Ausstattung für den schon länger praktizierten Ganztagsbetrieb.

Ein guter Anlass für die Verantwortlichen der Stadt, der ganzen Schulgemeinde zu gratulieren. Das machten dann auch Oberbürgermeister Christian Geselle, Bildungsdezernentin Ulrike Gote, Baudezernent Christof Nolda und Stadtverordnetenvorsteherin Martina van den Hövel-Hahnemann. Nach dem Erweiterungsbau an der Valentin-Traudt-Schule in Rothenditmold sind die neuen Räume an der Heidewegschule ein weiterer großer Schritt innerhalb kurzer Zeit.

Mit sechs neuen Gruppenräumen zum Beispiel für die Leseförderung oder auch für Bewegungsangebote sowie einer Schulmensa, in der bis zu 140 Kinder gleichzeitig essen können, sei die Heidewegschule jetzt sehr gut ausgestattet. Durch die Barrierefreiheit werde es leichter, inklusive Ganztagsangebote zu machen, so Bildungsdezernentin Gote. Auch die Zusammenarbeit mit den Horten Herkules Kids und Calluna (lateinisch für Heide) soll davon profitieren.

Aussagen, die Schulleiter Marcel Köttendorf unterstrich. Mit viel Herzblut hatte bereits seine Vorgängerin Doris Schmidt die Ausbaupläne vorangetrieben. Auch sie war zum offiziellen Eröffnungstermin gekommen.

Gut drei Jahre hat es von der Planung bis zum weitgehenden Abschluss der Arbeiten gedauert. Oft lief die Erweiterung auf fast die doppelte bisherige Größe der Schule parallel zum Unterricht. Einige Restarbeiten sind noch nötig, aber das nehmen alle mittlerweile entspannt hin.

Denn das Ergebnis der städtischen Vorplanungen und der Umsetzung durch den Architekten Gerhard Greiner vom Kasseler Büro „Hegger, Hegger, Schleiff“ kann sich wirklich sehen lassen und bekam von allen Seiten Lob. Gut nutzbar und sehr attraktiv sei das geworden.

Neben dem begrünten Dach der Mensa und dem Anschluss an das Fernwärmenetz gibt es ein weiteres Element bei der angestrebten Nachhaltigkeit. Mit Förderung und Unterstützung durch die CDW-Stiftung wurde auf dem neuen Satteldach des Ganztagsgebäudes eine 140 Quadratmeter große Fotovoltaik-Anlage realisiert. In einer Batterieanlage wird überschüssiger Strom zur besseren Nutzung erneuerbarer Energien gespeichert.

Was sowohl die Schulkinder als auch die Nachbarschaft freuen dürfte: Alle Spielgeräte im Außenbereich wurden trotz der Arbeiten erhalten. Das bisherige Fußballkleinfeld musste zwar weichen, wurde aber hinter der Mensa neu angelegt. Mit Steinblöcken als Sitzeinfassung, neuen Toren und Ballfangzäunen ist es jetzt noch besser nutzbar. Und zwar ebenso wie die übrigen Außenanlagen von allen, die das möchten.

Eigentlich wäre das Gesamtpaket ein Anlass für eine große Feier gewesen. Die soll auf jeden Fall nachgeholt werden, wenn Corona das zulässt. (Thomas Siemon)

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