Das sind Start, Ziel und Strecke

100 Oldtimer werden zum Herkules-Bergpreis im Juni erwartet

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Rund um den Herkules führt der Herkules Bergpreis 2017 für historische Fahrzeuge: Auf unserem Archivbild vorn ein Daimler DB 18, der 2015 als VIP-Taxi im Einsatz war (hier mit Wolfgang Seute und Andrea Krapp), dahinter David Kaufmann mit einem Alfa Romeo Giulia Sprint GT aus dem Baujahr 1967.

Kassel. Rund um den Herkules sind dieses Jahr am Wochenende 23. bis 25. Juni wieder Oldtimer auf zwei und vier Rädern unterwegs.

Der Kurhessische Motorsport-Club Kassel (KMCK) veranstaltet zum siebten Mal den Herkules-Bergpreis. An der neuen, 2015 erstmals gefahrenen Strecke wird im Verlauf der drei Tage mit insgesamt 50.000 Zuschauern gerechnet.

Herkuels-Bergpreis: Das ist die Strecke

Vor zwei Jahren waren die alten Schätzchen bei dem Motorsportereignis, das an die Tradition des legendären Herkules Bergrennens anknüpft, erstmals auf einer fast 30 Kilometer langen Strecke unterwegs. Weil der neue Rundkurs bei Teilnehmern und Zuschauern gut ankam, soll die Strecke über Dörnberg, Ehlen und das Hohe Gras wieder genutzt werden, sagt KMCK-Vorsitzender Lothar Brobach. Zuvor waren die historischen Fahrzeuge auf einem 4,5 Kilometer langen Rundkurs am Bergpark Wilhelmshöhe unterwegs. Viele Mitfahrer fanden diese Strecke zu kurz. Die Motoren seien nicht warm geworden und die Wartezeiten bis zum nächsten Start zu lang.

Zudem war es schwierig geworden, die Belange der Oldtimer-Motorsportler und des Weltkulturerbes Bergpark Wilhelmshöhe unter einen Hut zu bringen. Deshalb war die Strecke, die ursprünglich durch den Bergpark führte, verlegt worden. Die Oldtimer waren nur noch am Rand des Bergparks über Tulpenallee, Nussallee, an der Waldschule vorbei bis zur Prinzenquelle und weiter über die Ochsenallee wieder zur Wilhelmshöher Allee unterwegs.

Die Strecke des Herkules-Bergpreis 2017.

Start und Ziel des Herkules-Bergpreis

Start und Ziel sind jetzt am Gutshof auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks (hr) an der Wilhelmshöher Allee 347 A. Auch in den 1920er-Jahren waren die historischen Rennen dort gestartet worden. Die neue Strecke führt vorbei am Schlosshotel über Tulpen- und Rasenallee auf die Bundesstraße 251. Es geht vorbei am Erlenloch und Gasthaus Ahnetal weiter bis Habichtswald-Dörnberg, Ehlen, dann über den Essigberg und das Hohe Gras zurück nach Kassel und über Druseltalstraße und Baunsbergstraße wieder auf die Wilhelmshöher Allee.

Von der neuen Strecke waren die Oldtimer-Fans 2015 hellauf begeistert, erinnert sich Orest-Bodo Paul vom KMCK. Daran wollen die Organisatoren auch dieses Jahr wieder anknüpfen. Dabei werden die Aktiven des 200 Mitglieder starken Vereins wieder von Stadt und Polizei unterstützt. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) hat die Schirmherrschaft übernommen und will diesmal selbst mitfahren. „Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Vereinschef Brobach.

Oldtimer starten alle zwei Jahre beim Herkules-Bergpreis

Im Jahr 2005 riefen Heinz W. Jordan und Dr. Dietrich Krahn den Herkules-Bergpreis wieder ins Leben. Das historische Bergrennen wurde vor dem Zweiten Weltkrieg in einem Atemzug genannt mit dem Avus-Rennen in Berlin oder der Solitude in Stuttgart. Zwischen 1923 bis 1927 starteten am Fuße des Herkules alle Motorsportler, die Rang und Namen hatten: Rudolf Caracciola, Karl Kappler, Carl Jörns und Fritz Rosenberger waren die Stars auf der Bergrennstrecke. Dann aber pilgerten die Zuschauer lieber zu den übersichtlicheren Rundstreckenrennen, und im Bergpark kehrte wieder Ruhe ein.

 Von 1951 bis 1954 lebte der Bergpreis vorübergehend als reines Motorradrennen wieder auf und lockte jedes Mal bis zu 80.000 Zuschauer an. An diese erfolgreichen Bergrennen wollen die Aktiven des Motorsportclubs alle zwei Jahre anknüpfen. Als 2005 erstmals nach 51 Jahren wieder die Startflagge geschwenkt wurde, lockten die Oldtimer 20.000 Zuschauer in den Bergpark. 2007 wurden 50.000 Besucher gezählt, 2009 kamen mehr als 65.000. Die Oldtimer fahren heute keine Rennen mehr, sondern sind bei gemütlichen Gleichmäßigkeitsprüfungen unterwegs. Mehr zum Herkules-Bergpreis und seiner Geschichte gibt es im HNA-Regiowiki.

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