Arbeiten am Kasseler Wahrzeichen noch bis Ende 2022

Herkules-Sanierung läuft trotz Corona nach Plan

Der Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe
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Mächtige Tuffsteinmauern: Mit der Sanierung des Oktogons läuft die vorerst letzte Etappe der Herkulessanierung. Links sind die Arbeiten abgeschlossen, rechts stehen noch Gerüste.

Die Herkules-Sanierung macht trotz der Corona-Einschränkungen sichtbare Fortschritte. 41 Millionen Euro stellt das Land Hessen für die Arbeiten im Bergpark Wilhelmshöhe zur Verfügung. Die sollen bis Ende 2022 weitgehend abgeschlossen sein.

Kassel – So gut wie in diesen Tagen ging es dem Herkules schon lange nicht mehr. Selbst Corona hat den Zeitplan bei der Sanierung nicht durcheinander gebracht. „Wenn alles so weiter läuft, sind wir Ende 2022 weitgehend durch“, sagt Projektleiter Thomas Täschner vom Landesbetrieb Bau und Immobilien.

Der 65-Jährige könnte eigentlich im kommenden Jahr in Rente gehen, verlängert aber noch einmal. Der Herkules ist halt eine besondere Baustelle. Und das schon seit 14 Jahren. 2006 begannen die Arbeiten an der Statue und der Pyramide. „Da war der Handlungsbedarf am größten“, sagt Täschner.

Mittlerweile arbeiten sich die Handwerker im mächtigen Oktogon von unten nach oben voran. Die Fortschritte sind unübersehbar. Weite Teile des Tuffsteinmauerwerks sind bereits saniert. Solange es die bislang recht milde Witterung zulässt, gehen die Arbeiten an der Nordostseite (Richtung Stadt und Restaurant Herkulesterrassen) weiter.

Knapp 41 Millionen Euro hat das Land Hessen als Bauherr bislang für die Sanierung von Kassels Wahrzeichen zur Verfügung gestellt. Weil die Schäden im teilweise völlig maroden Mauerwerk deutlich größer waren als zunächst erwartet, wurde im vergangenen Jahr noch einmal nachgelegt. „Der Herkules wird immer eine Baustelle bleiben“, sagt der Fachmann. In den gut 300 Jahren nach dem Bau haben insbesondere Feuchtigkeit und Frost dem porösen Tuffstein zugesetzt.

Diesen Prozess kann man nur verzögern, stoppen lässt er sich nicht. Deshalb wird es nach dem Ende der grundlegenden Sanierung auch weiterhin immer etwas zu tun geben. Und nicht nur am Herkules. Auch für die Löwenburg und Schloss Wilhelmshöhe wird als Baustoff weiterhin Tuffstein gebraucht. Deshalb laufen im Moment die Vorbereitungen für einen weiteren Abbau des Materials am Steinbruch Kuhberg im Druseltal. Weil sich hier ein Ende der Ressourcen abzeichnet, gibt es Pläne für einen neuen Steinbruch im Habichtswald, in dem das Baumaterial für den Bergpark abgebaut werden kann.

Die Besucher des Herkules werden davon wenig mitbekommen. Seit der neue Rundweg um das Oktogon fertiggestellt wurde, haben die übrigens mit den Füßen für einen weiteren Weg abgestimmt. Eigentlich war keine Direktverbindung von den Herkulesterrassen vorgesehen. Aus dem Trampelpfad über die Wiese ist mittlerweile ein befestigter Weg geworden. (Von Thomas Siemon)

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