Keine Unterstützung von der Landesregierung

Herkulesbahn zu teuer - Wirtschaftlich nicht vertretbar

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Die Herkulesbahn war Jahrzehnte lang eine der größten Attraktionen Kassels und eine technische Pionierleistung.

Kassel. Die Herkulesbahn wird es vorläufig nicht geben, es fehlt das Geld. Dies musste der Ortsbeirat Bad Wilhelmshöhe während seiner jüngsten Sitzung zur Kenntnis nehmen.

Viele Ältere erinnern sich nur allzu gern daran, wie die Bahn bis 1966 die Menschen von der Innenstadt zum Herkules brachte.

Lexikonwissen:

Die Herkulesbahn im Regiowiki

Seit 15 Jahren setzt sich der Förderverein Neue Herkulesbahn dafür ein, dass sie reaktiviert wird. Auch der Ortsbeirat will sie, wie er während seiner jüngsten Sitzung deutlich machte. Vor allem zur Entlastung des von Verkehr gebeutelten Weltkulturerbe-Parks. Die Herkulesbahn wäre die Fortsetzung der Linie 3, mit der Besucher derzeit zur Haltestelle Druseltal fahren und dort in einen Bus zum Herkules umsteigen müssen, erläuterte Stadtbaurat Christoph Nolda. 15 Millionen Euro für die Schienen, 525.000 Betriebskosten jährlich, eine neue Straßenbahn für 2,5 Millionen. Für den Tourismus schön, wirtschaftlich aber nicht vertretbar, hieß es. Unterstützung von Landesregierung gebe es nicht.

Ortsbeirat und Besucher der Sitzung wünschen sich die Herkulesbahn. Sie sei umweltfreundlich, entlaste den Bergpark zu den „touristischen“ Spitzenzeiten mit den Wasserspielen, schaffe Orientierung. Vereinsvertreterin Dr. Ilse Bauer sagte, es müsse ein neues Bewusstsein für Tourismus geschaffen werden, mit der Herkulesbahn könne man Besucherströme lenken und gewährleisten, dass der Bergpark ohne Auto erreichbar sei, sie könne das Parkproblem lösen. Auch mehr Kasseler Bürger würden die Bahn gerne nutzen. Man war sich einig, dass die Herkulesbahn den Bergpark als i-Tüpfelchen „abrunden“ würde. Christof Nolda berichtete, beim in Auftrag gegebenen Tourismuskonzept nehme man auch Einfluss auf die Navi-Anbieter, damit die Besucher nur zu den drei Parkplätzen gelenkt würden. Das Projekt Herkulesbahn bleibe präsent in allen Plänen, erklärte er. Man werde weiter nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen. (pom)

Multimedia-Reportage zum Bergpark:

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