MHK hofft auf Lockerung der Corona-Beschränkungen für Besucher

Bergpark Wilhelmshöhe: Kamelien blühen im Gewächshaus

 Im Gewächshaus des Bergparks sorgen die Kamelien derzeit für eine eindrucksvolle Blütenpracht. Mittendrin Lena Pralle von der MHK.
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Herrlich anzusehen: Im Gewächshaus sorgen die Kamelien derzeit für eine eindrucksvolle Blütenpracht. Mittendrin Lena Pralle von der MHK.

Im Gewächshaus neben Schloss Wilhelmshöhe hat der Frühling bereits begonnen. Hier blühen die bis zu 150 Jahre alten Kamelien besonders schön. Und das noch sechs Wochen lang.

Kassel. Auf manche Abläufe kann man sich auch in einem Coronawinter verlassen. Im großen Gewächshaus neben Schloss Wilhelmshöhe hat jedenfalls die Kamelienblüte begonnen. Und es ist ein Jammer, dass sich die kaum jemand ansehen darf. „Wir könnten mit wenigen Tagen Vorlauf loslegen“, sagt Gärtnermeister Philipp Hankel von der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK).

Doch noch lässt Corona keine Besucher zu. Vielleicht gibt es ja ab Mitte März schrittweise Lockerungen. „Darauf hoffen wir, es gab ja auch schon entsprechende Hinweise der Landesregierung“, sagt MHK-Sprecherin Lena Pralle. In den Museen und auch in Einrichtungen wie dem Gewächshaus könne man die Zahl der Besucher gut steuern. Weil mittlerweile alle Eiszapfen am Gewächshaus getaut sind, kann man jetzt wieder nah ran an die Glasfassade gehen und zumindest von außen einen Blick auf die Kamelienblüte werfen.

Noch mindestens sechs Wochen werden sich die Pflanzen so schön präsentieren, sagt Gärtnermeister Hankel. Bis zu 150 Jahre alt sind die Kamelien im Gewächshaus, das 1823 zum ersten Mal seine Türen öffnete. Insbesondere einige der 14 Wildsorten haben einen sehr angenehmen Blütenduft. Wenn es gut läuft, werden den vielleicht noch einige Besucher riechen können. Das hängt daran, wie lange der Lockdown noch dauert.

Ansonsten sind die Vorbereitungen genau so gelaufen, wie man das auch ohne Corona gemacht hätte. Für das Gewächshaus stehen jede Menge Frühlingsblüher wie Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Alpenveilchen und auch Orchideen bereit, die bei Bedarf eingepflanzt werden könnten. Sollte die Pandemie bis April keine Öffnung zulassen, wird es wieder einen Pflanzenverkauf geben. Natürlich mit den entsprechenden Hygiene- und Abstandsregelungen. Als das zuletzt im Herbst nötig war, gingen die Pflanzen innerhalb kürzester Zeit weg.

Unabhängig davon laufen aber auch die Vorbereitungen auf die Freiluftsaison. Geschätzte 15 000 Blumen werden dann im Bergpark gepflanzt. Ganz viele Stiefmütterchen, Goldlack, Tulpen und Narzissen.

Insbesondere das große Beet vor Schloss Wilhelmshöhe soll wieder eine Attraktion werden. Das lässt sich planen, denn Freiluftaktivitäten dürften ja in jedem Fall möglich sein. (Thomas Siemon)

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