Zu Ehren des Hundes von Kaiser Wilhelm II.

Über 200 Dackel kamen zum ersten Dackelspaziergang im Bergpark Willhelmshöhe

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Erdmanns Nachfahren: Züchterin Maike Harms (links) und ihre Mutter Susanne Harms mit ihren Dackeln vom Typ Kurzhaar Standard. Zwei von ihnen waren 2018 in einem ZDF-Film über Kaiser Wilhelm II. zu sehen.

Es dürfte wohl auf der Welt nicht viele Hundegräber geben, die Teil eines Kulturdenkmals mit Welterbestatus sind. Nun wurde dem Kurzhaardackel ein lebendiges Denkmal geschaffen.

Es dürfte wohl auf der Welt nicht viele Hundegräber geben, die Teil eines Kulturdenkmals mit Welterbestatus sind. Und so war es an der Zeit, dass dem 1901 im Bergpark beigesetzten Kurzhaardackel Erdmann von Kaiser Wilhelm II. ein lebendiges Andenken geschaffen wurde.

Am Samstag fand zum ersten Mal der Große Dackelspaziergang statt, bei dem sich 200 bis 300 Hunde auf die Spuren des kaiserlichen Lieblingsdackels machten.

Auch andere Rassen waren eingeladen

Mit Unterstützung des Teckelklubs Kassel organisierte die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) die tierische Veranstaltung. Eingeladen waren zwar nicht nur Erdmanns Nachfahren, sondern auch andere Hunderassen. Aber vor allem die Kurz-, Langhaar und Rauhaardackel dominierten das Bild.

MHK-Direktor Martin Eberle schwärmt selbst für die Tiere: „Als Kind hatte ich einen Rauhaardackel. Leider fehlt mir jetzt die Zeit dafür. Als ich nach Kassel kam und von Erdmanns Grab erfuhr, hatte ich sofort die Idee, daraus etwas zu machen.“ 

Stilechter Dackelfreund: Ehemaliger Kasseler OB-Kandidat Ernst Wegener (CDU) mit Rauhaardackel Bautz

So entstand ein Stationenrundgang durch den Park, den jeder Hundebesitzer nach eigenem Belieben ablaufen konnte. An fünf Stationen gab es für Halter und Tiere Aufgaben zu lösen: Slalom laufen, Quiz lösen, Ball apportieren, Dackel zeichnen und Vieles mehr.

Großer Dackelspaziergang im Bergpark Wilhelmshöhe

Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe
Dackespaziergang im Bergpark Willhelmshöhe © Pia Malmus

Wer glaubte, unter den Herrchen und Frauchen vor allem auf passionierte Jäger und Senioren zu treffen, lag völlig falsch. „Dackel sind cool“, sagt Constanze Meister. 

Viele junge Dackelfans

Die junge Frau, die ein T-Shirt mit Dackel-Stickerei trägt, war jüngst in Hamburg auf einem Dackeltreffen und überrascht, wie viele junge Fans der Hund – aktuell begeistert vor allem der Rauhaardackel – hat.

Die Kasseler Dackelzüchterin Maike Harms hat sich nicht erst seit dem Trend der Rasse verschrieben. „Der Kurzhaardackel ist der Urtyp des Dackels. Erst später kamen Langhaar- und Rauhaar“, erläutert sie. Ihre Tiere von der Försterei Waldeslust haben es sogar ins Fernsehen geschafft. 

Andächtig:Janika (links) und Marius mit Zwerggrauhaardackel Sue am Grabstein von Erdmann

Anna und Jette, mit denen sie im Park unterwegs war, spielten im ZDF-Film „Kaisersturz“ (2018) mit. Im Dokudrama werden die letzten Wochen der Monarchie unter Kaiser Wilhelm II. thematisiert, der Wilhelmshöhe als Sommerresidenz nutzte.

Natürlich war auch der Grabstein von Erdmann ein beliebtes Ziel der Hundebesitzer, die ihre Tiere an der Leine führen mussten. So viel Aufmerksamkeit hatte es für ihn schon lange nicht mehr gegeben. MHK-Chef Eberle will die Veranstaltung auf jeden Fall etablieren.

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