Sanierung wird deutlich teurer

Umbau der Uni-Bibliothek zieht sich noch zwei Jahre hin

Der Umbau läuft: Die Sanierungsarbeiten an der Zentralbibliothek der Universität Kassel laufen mindestens noch zwei Jahre.
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Der Umbau läuft: Die Sanierungsarbeiten an der Zentralbibliothek der Universität Kassel laufen mindestens noch zwei Jahre.

Der seit 2015 laufende Umbau der Zentralbibliothek der Uni Kassel wird mindestens vier Jahre länger dauern als ursprünglich geplant und deutlich mehr kosten als kalkuliert.

Kassel - Nach Informationen des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH) wird nach aktuellem Stand mit einer Fertigstellung im Jahr 2022 gerechnet. Bis dahin müssen die 28 000 Nutzer mit Einschränkungen rechnen. Ursprünglich war der Abschluss der Arbeiten für 2018 geplant worden.

Die Sanierung des größten Gebäudekomplexes auf dem Campus am Holländischen Platz war in drei Bauabschnitte unterteilt worden. Der zentrale Gebäudeteil B mit dem Haupteingang war 2017 wieder eröffnet worden. Aktuell laufen die Bauarbeiten am Gebäudeteil C, die nach Auskunft des LBIH noch dieses Jahr abgeschlossen werden sollen. Anschließend geht es im Gebäudeteil A weiter.

Im Laufe der Bauvorbereitung stellte der Bauherr zudem durch ein Gutachten fest, dass dringende Betonsanierungsarbeiten in der Tiefgarage erforderlich sind. Diese sollen nun parallel zur Sanierung von Gebäudeteil A erledigt werden. So solle ein weiterer Verzug und damit eine länger anhaltende Lärmbelastung für die Bibliotheksnutzer verhindert werden.

Als Erklärung zu den bisherigen erheblichen Bauzeitverzögerungen sagte der LBIH-Sprecher lediglich, dass die Baubranche ausgelastet sei und bei Bauarbeiten an Bestandsgebäuden dafür grundsätzlich ein höheres Risiko bestehe. Zudem spiele bei der Bibliothek eine Rolle, dass die Arbeiten im laufenden Betrieb stattfinden und nur jeweils Teilbereiche geschlossen werden.

Ursprünglich waren die Baukosten mit 19,3 Millionen Euro kalkuliert worden. Später schoss das Land für zusätzlich notwendige Arbeiten zwei Millionen Euro nach. Damals waren aber beispielsweise die Probleme in der Tiefgarage noch nicht bekannt. Zudem habe es Baupreissteigerungen gegeben, so der LBIH-Sprecher. Wie viel Geld die Sanierung letztlich kosten wird, dazu wollte er keine Schätzung abgeben.

Wegen der Einschränkung durch die Baustelle fehlt der Campusbibliothek ein Drittel der Nutzfläche. Das hat zur Folge, dass die Bestände enger aufgestellt sind und es weniger Nutzerarbeitsplätze gibt. „Ein Teil der Bestände musste außerdem magaziniert werden und ist zurzeit nur per Bestellung über den internen Leihverkehr erhältlich“, sagte Sibylle Kammler von der Universitätsbibliothek.

Beeinträchtigungen durch Lärm gebe es derzeit nicht, da die Inneneinbauten ohne große Maschinen vonstattengingen.

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