Verein ermöglichte Rückkehr

Pagode im Bergpark: Der kopflose Buddha ist zurück

Die chinesische Pagode mit dem Buddha ohne Kopf: Von links schauen sich Siegfried Hoß (MHK), Hardy Fischer (Bürger für das Welterbe) und Restauratorin Barbara Häcker die Figur an. Fotos:  Malmus

Kassel. Wann der Buddha seinen Kopf verlor, weiß niemand so genau. Dokumentiert sind Arbeiten im Bergpark aus dem Jahr 1933. Damals muss die Figur noch komplett gewesen sein.

Jetzt ist zumindest der gereinigte und sanierte Körper in die chinesische Pagode im Bergpark Wilhelmshöhe zurückgekehrt. Der Verein Bürger für das Welterbe hat das mit einer Spende ermöglicht.

Am Sonntag, 7. Juni, dem Welterbetag, soll die ansonsten geschlossene Pagode mit dem Buddha der Öffentlichkeit präsentiert werden. Seit gestern steht der wieder an seinem gewohnten Platz.

Landgraf Friedrich II. (1720 bis 1785) hat zum Ende seiner Regentschaft den Bergpark durch das Parkdorf Mulang um eine exotische Inszenierung ergänzt. Mit den chinesisch anmutenden Gebäuden wollte er seine Weltoffenheit zeigen. Deshalb ließ er unter anderem die Pagode bauen. Im Innern schmückte er sie mit chinesischen Elementen. Dazu gehört der Buddha, der in einer Wandnische zu sehen ist. Die Berliner Restauratorin Melanie Axt hat jetzt die über 200 Jahre alte Figur gereinigt und lose Stellen befestigt. „Ziel war es, den Verlust von originaler Substanz zu verhindern“, sagt Siegfried Hoß, Gartenhistoriker der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK).

Die Pagode soll innen und außen mit allen Ausstattungsstücken wieder hergestellt werden. „Aber nur so weit, wie es denkmalgerecht möglich ist“, sagt Prof. Hardy Fischer, der Vorsitzende des Vereins Bürger für das Welterbe.

Zur Pagode gehören die sogenannten Wächterfiguren in den seitlichen Nischen sowie eine Scheinbibliothek aus Holz. Nach Angaben der MHK gibt es nur wenige historische Fotos vom Innern der Pagode. Deshalb suche man private Aufnahmen. Auch Schilderungen von Zeitzeugen seien eine Hilfe. Wenn man genau weiß, wie der Buddha aussah, soll er rekonstruiert werden. info@museum-Kassel.de

Bergpark: Buddha-Figur kehrt zurück

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