Vorwurf: Bänke setzen Moos an

Kritik an Holzbänken an Wilhelmshöher Allee in Kassel

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Mehr Grün und neue Bänke: Entlang der Wilhelmshöher Allee werden insgesamt 157 neue Bäume gepflanzt. Die Arbeiten begannen im Herbst 2017 und werden in diesem Jahr fortgesetzt. Auf unserem Foto schneidet Anna Schüchter vor den Pflanzarbeiten die Äste der Bäume. 

Kassel. Taugen die geplanten neuen Bänke für die Wilhelmshöher Allee in Kassel etwas? Es regt sich Kritik. Viel Zeit für Änderungen an der Planung gibt es nicht mehr.

Für die Verschönerung der Wilhelmshöher Allee stehen 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Die Arbeiten müssen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, damit die 1,9 Millionen Euro an Fördermitteln von Bund und Land auch ausgezahlt werden. Deshalb drängt die Zeit.

Mit dieser Begründung hatte Stadtplanerin Marion Ebel-Fischer vor den Mitgliedern der Ortsbeiräte Mitte, Wehlheiden, Vorderer Westen und Bad Wilhelmshöhe auf die Tube gedrückt. Bis Mitte März sollen die Stadtteilparlamentarier ihr Einverständnis für die neue Möblierung der Allee geben. 

Moosflecken: Die Bank an der Wilhelmshöher Allee vor dem Biomarkt Greger lädt nicht unbedingt zum Sitzen ein.

Zuvor hatte die städtische Planerin den Ortsbeiratsmitgliedern in einer gemeinsamen Versammlung die einheitlichen, für ihr Design ausgezeichneten Holzbänke, Müllbehälter und Fahrradbügel präsentiert. Die Entscheidung für diese Modelle sei im Rathaus gefällt worden Ein Mitspracherecht, wie die neuen Möbel der Wilhelmshöher Allee aussehen sollen, hätten die Ortsbeiräte zwar nicht, sagte Fischer-Ebel. Gleichwohl könnten sie bereits aufgestellte Prototypen der Bänke an der Goethestraße und auch an der Wilhelmshöher Allee – vor dem Biomarkt Greger – in Augenschein nehmen.

Holzbänke seien anfällig und würden schnell vermoosen

Brigitte Borbein

Bereits während der Sitzung wurden Bedenken zu den Sitzmöbeln aus Holz geäußert. Diese Bänke, so kritisierten die beiden CDU-Vertreter Brigitte Borbein (Bad Wilhelmshöhe) und Jan Hörmann (Wehlheiden) seien sehr anfällig und würden schnell vermoosen. „In unseren feuchten Breitengraden muss man damit rechnen, dass die Bänke nach einem Regen noch länger feucht blieben und kaum zum Sitzen einladen“, sagte Hörmann. Um ihre Bedenken zu unterstreichen, schickte Brigitte Borbein der HNA ein Foto, das sie von der Bank vor dem Biomarkt Greger gemacht hat. Tatsächlich sind die Moosspuren nicht zu übersehen.

Die Kritik sei berechtigt, sagt dazu Marion Fischer-Ebel auf HNA-Nachfrage. Die Bank vor dem Biomarkt befinde sich unter einer Buche und stehe dadurch nicht optimal, weil es von oben tropfe und Laub herunterfalle. Holzbänke seien aber durchaus sinnvoll, denn sie könnten gereinigt und abgeschliffen werden. Eine regelmäßige Pflege der neuen und auch der vorhandenen Bänke sei vorgesehen. 

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