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So wird gerade für 30 Millionen die Löwenburg saniert

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Von: Thomas Siemon

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Fortgang der Umbau und Sanierungsarbeiten an der LöwenburgSchmuckbild: LöwenburgFoto: Schachtschneider
Löwenburg: Eines der bedeutensten Bauwerke ihrer Art in Europa. Und es wird kräftig investiert.

Kassel. 30 Millionen Euro investiert das Land Hessen in die Komplettsanierung der Löwenburg aus dem 18. Jahrhundert und der Außenanlagen.

Als Nachbau einer mittelalterlichen Ruine gehört die Löwenburg im Bergpark Wilhelmshöhe zu den bedeutendsten Bauwerken ihrer Art in Europa. Noch kann sie sich in der Publikumsgunst nicht mit dem Herkules messen, doch das soll sich ändern.

„Die Arbeiten gehen bislang gut voran“, sagte am Donnerstag der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (CDU) beim Ortstermin. Deutlich zu sehen sind die Fortschritte unter anderem an der Rekonstruktion des im Krieg zerstörten Hauptturms der Burg, dem Bergfried. Der nimmt eine Schlüsselrolle bei der geplanten Aufwertung der Touristenattraktion im Weltkulturerbe ein. 17 Meter hoch sind die Rundmauern bereits auf dem noch vorhandenen Sockel gewachsen. Bereits im kommenden Jahr soll die Aussichtsplattform auf 25 Metern Höhe gebaut werden. Von hier wird man sowohl zum Herkules als auch in Richtung Schloss Wilhelmshöhe und Innenstadt einen grandiosen Blick haben.

Für den Wiederaufbau des Bergfrieds, der kurz vor Kriegsende von einer Fliegerbombe getroffen wurde, haben die Fachleute in Zusammenarbeit mit der Kasseler Universität einen besonderen Stein aus einem künstlichen Tuff entwickelt. Der sieht dem Originalmaterial aus dem nahe gelegenen Tuffsteinbruch sehr ähnlich, soll aber deutlich haltbarer sein.

Bisher liegen die Bauarbeiten, die vor einem Jahr begonnen haben, sowohl zeitlich als auch finanziell im Plan. Die Löwenburg bleibt mit Einschränkungen für die Besucher geöffnet. Voraussichtlich ist sie ab dem Jahr 2022 wieder komplett zugänglich. Dann wird man auch das bislang in Depots verwahrte wertvolle Inventar in restaurierten Räumen sehen können. 

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