MHK und Forst sind alarmiert

Probleme durch Hunde und Radfahrer: Mehr Kontrollen im Bergpark Wilhelmshöhe

Im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe gibt es zunehmend Probleme wegen Radfahrern und Hunden - erneut wurde ein Jungschwan von einem Hund attackiert. Jetzt soll eine Sicherheitsfirma für Ordnung sorgen.
+
Im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe gibt es zunehmend Probleme wegen Radfahrern und Hunden - erneut wurde ein Jungschwan von einem Hund attackiert. Jetzt soll eine Sicherheitsfirma für Ordnung sorgen.

Es ist schon wieder passiert. Am Mittwoch hat erneut ein nicht angeleinter Hund im Bergpark einen Schwan attackiert. Diesmal ging der Zwischenfall einigermaßen glimpflich aus.

Kassel - Vor wenigen Wochen war einer der vier gerade erst ausgesetzten Jungschwäne im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe durch Hundebisse ums Leben gekommen. Als einen Schlag ins Gesicht habe er das empfunden, sagt Hardy Fischer, der ehemalige Vorsitzende des Vereins Bürger für das Welterbe in Kassel. Zusammen mit seiner Frau hatte er die Schwäne gespendet.

Zwischenfälle wie diese haben jetzt zu einer gemeinsamen Initiative von der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), Hessen Forst, Naturpark Habichtswald und dem Verein Bürger für das Welterbe geführt. Der Tenor: Es muss etwas geschehen, damit die Leinenpflicht und auch das Radfahrverbot im Bergpark besser als bisher beherzigt werden. „Mir wäre es am liebsten, wenn wir durch Aufklärung und Ansprache etwas erreichen“, sagt MHK-Direktor Martin Eberle. Ihm sei aber auch klar, dass es darüber hinaus mehr Kontrollen geben muss.

Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe: Sicherheitsfirma soll auf Parkordnung hinweisen

In Zusammenarbeit mit der privaten Sicherheitsfirma Protex will man auf die Parkordnung hinweisen. Bei groben Verstößen werde man die Polizei einschalten.

Die Probleme mit Mountainbikern im Bergpark beginnen nach Einschätzung von Matthias Schnücker (Hessen Forst) und Jürgen Depenbrock (Naturpark Habichtswald) bereits unterhalb des Herkules. Unter anderem die Strecke über den Asch, den Bergpark und den Panoramaweg in der Nähe der Seniorenresidenz Augustinum werde illegal genutzt.

Martin Eberle, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK).

Man sei dabei, in einem vom Land angestoßenen Pilotprojekt legale Strecken auszuweisen. „Wir wollen nicht nur Verbote aussprechen, sondern Alternativen anbieten“, sagt Schnücker. Auch über den Einsatz von Naturpark-Rangern werde nachgedacht. Im Ruhrgebiet gebe es bereits Mitarbeiter, die mit dem Mountainbike unterwegs seien und bei Verstößen Bußgeldbescheide ausstellen können. Meistens reiche aber die direkte Ansprache. Die soll es auch bei den Kontrollen im Bergpark geben. (Thomas Siemon)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.