Mutter wollte noch Gepäck holen

Fünf Monate alter Säugling fuhr allein mit dem Zug nach Kassel

Ein Säugling fuhr alleine mit dem Zug nach Kassel Wilhelmshöhe.
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Ein Säugling fuhr alleine mit dem Zug nach Kassel Wilhelmshöhe.

Kassel/Stadtallendorf. Ein fünf Monate alter Säugling ist am Samstagnachmittag von Stadtallendorf (Kreis Marburg-Biedenkopf) allein mit einem Regionalzug nach Kassel gefahren.

Die 19-jährige Mutter des Babys, eine Asylbewerberin aus Somalia, wollte eigentlich gemeinsam mit ihrer Tochter mit dem Zug von Stadtallendorf nach Kassel fahren. Nach Angaben von Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel, stellte die Frau ihr Baby samt dem Kinderwagen in den Zug und ging dann noch einmal zurück auf den Bahnsteig. 

Dort habe sie wohl noch Gepäck holen wollen, sei aber offenbar zu langsam gewesen, so Arend. Bei dem Zug schlossen jedenfalls die Türen und er fuhr plötzlich ab. Mit Baby, aber ohne Mutter.

Bundespolizisten nahmen Baby in Kassel in Empfang

Zwei Reisende und ein Zugbegleiter kümmerten sich um das kleine Mädchen und verständigten die Bundespolizei. Bundespolizisten holten den Säugling im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe aus dem Zug und kümmerten sich um das Mädchen.

Das habe sich „lautstark“ über das Fehlen der Mutter beschwert, so Arend. Die Mutter sei mit dem nächsten Zug nach Kassel gefahren und habe gegen 18.45 Uhr ihre weinende Tochter bei der Bundespolizei abgeholt.

Auf dem Bebelplatz in Kassel erblickte 2020 ein Baby das Licht der Welt. Der neue Kasseler konnte seine Geburt wohl nicht mehr erwarten. 

Ein achtjähriger Junge war mit seinem Vater in Bad Hersfeld am Bahnhof, sie wollte zurück nach Lauterbach fahren. Der Junge steigt ein, sein Vater schafft es nicht rechtzeitig. Die Polizei rettet die Lage. 

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