Erleichterung, dass nichts Schlimmeres passiert ist

Nach Brand im Augustinum: „Wir haben viel Glück gehabt“

Evakuierung: Die Bewohner wurden von der Feuerwehr und den Rettungskräften aus ihren Wohnungen geholt.

Kassel. Das Heulen der Rauchmelder ist schon aus der Ferne zu hören. Auch nachdem der Brand in der Wohnung im vierten Stock des Hauses B der Seniorenwohnanlage Augustinum gelöscht worden ist, klingt der Pfeifton noch durchdringend über den Vorplatz.

Zahlreiche Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr kümmern sich um die Bewohner. Viele stehen auf den Balkonen und werden von dort über die Drehleiter betreut. Die Bewohner waren gebeten worden, vorerst in ihren Wohnungen zu bleiben, da der Rauch sich im Gebäude teilweise stark ausgebreitet hatte. Viele Bewohner machten sich Sorgen, weil sie zunächst nicht wussten, was eigentlich passiert war.

„Wir haben viel Glück gehabt“, sagt Ludwig Graf zu Solms-Laubach. Dem Direktor der Residenz im Druseltal steht die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, dass nichts Schlimmeres passiert ist. „Ich bin froh, dass alles so kontrolliert abgelaufen ist. Zum Glück ist die Feuerwehr hier direkt um die Ecke“, sagt er. Die Einsatzkräfte seien in zwei Minuten vor Ort gewesen. An einen ähnlichen Vorfall kann er sich bislang nicht erinnern. „Es gab zwar mal einen kleineren Zwischenfall, aber sowas haben wir noch nie erlebt.“

Ruß über mehrere Etagen: Nachdem die Feuerwehr den Brand in der vierten Etage gelöscht hatte, wird das Ausmaß sichtbar. Auch die Wohnung in der darüberliegenden Etage ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Fotos:  Koch

Eine Bewohnerin aus dem Nachbar-Hochhaus der Anlage berichtet auch, dass die Feuerwehr unheimlich schnell da gewesen sei. Sie habe dann von ihrem Apartment im 13. Stock gesehen, wie der Wasserstrahl auf die brennende Wohnung gerichtet worden sei.

Die ganze Situation sei sehr belastend, erzählt die Frau weiter, vor allem für die vielen dementen Bewohner. Gut, dass so schnell so viele Rettungskräfte vor Ort gewesen seien.

Einsatz in der Höhe: die Feuerwehr betreute die Bewohner.

Friedrich Tampe war mit anderen Bewohnern im Speisesaal im Erdgeschoss, als dort plötzlich der Rauchgeruch in die Nase stieg. „Und dann ging es auch schon gleich los“, sagt der 82-Jährige. Der Mann berichtet, dass die Küchen in den Apartments der Residenz spezielle Sicherung hätten. Sie sorgen dafür, dass sich Herd und Ofen nach 15 Minuten automatisch abschalten. Dann müssten die Geräte erneut angeschaltet werden. Aber auch in wenigen Minuten könne schon viel passieren, sagt er. Diesmal sei es zum Glück nochmal relativ glimpflich ausgegangen.

Die Bewohner wurden im Clubraum der Einrichtung von den Residenz-Mitarbeitern und vom Rettungsdienst betreut.

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