29-jähriger Mann hat gestanden

Nach Terrordrohung in Wilhelmshöhe: Polizei nimmt Drohbriefschreiber fest

Kassel. Ein 29-jähriger Mann aus Kassel wird verdächtigt, den Drohbrief geschrieben zu haben, in dem ein Blutbad für die Kasseler Innenstadt für einen Samstag im März angekündigt worden war.

Das Schreiben war am Mittwoch, 8. März, in der KVG-Endhaltestelle „Wilhelmshöher Park“ gefunden worden.

Intensive Ermittlungen hätten jetzt zu dem 29-Jährigen aus Kassel geführt, so Polizeisprecher Torsten Werner. Beamte des für Staatsschutzdelikte zuständigen Zentralkommissariats 10 des Polizeipräsidiums Nordhessen nahmen den Tatverdächtigen am Freitag fest.

Er muss sich nun wegen der Straftat „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten“ verantworten. Dafür kann man zu einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren verurteilt werden.

Der 29-Jährige habe in seiner Vernehmung eingeräumt, das Schreiben verfasst und an der Haltestelle „Wilhelmshöher Park“ ausgelegt zu haben. Zum Motiv gab der Tatverdächtige an, dass er mit den Betriebsabläufen im öffentlichen Nahverkehr nicht einverstanden sei. Der 29-Jährige ist in der Vergangenheit bereits mehrfach als Beschwerdeführer bei der Kasseler Verkehrsgesellschaft aufgefallen.

„Ein politisches Motiv oder islamistischer Hintergrund haben sich bei den Ermittlungen nicht ergeben“, so Werner. Der Mann ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

In dem Drohbrief, der nach dem Auffinden auch über soziale Netzwerke verbreitet worden war, hieß es, für Allah solle Blut vergossen werden. Die Beamten des Staatsschutzes beim Polizeipräsidium Nordhessen hatten gemeinsam mit Experten für Polizeipsychologie aus Wiesbaden das Schreiben bewertet. Ihr Urteil: „Eine konkrete Gefahr besteht nicht.“

Nichtsdestotrotz hatte das anonyme Schreiben für Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt.

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