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Kassel: Engstelle beim Abbiegen auf der Kohlenstraße sorgt für Probleme

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Von: Bastian Ludwig

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Eine Engstelle: Auf der Kohlenstraße verengt sich die Fahrbahn kurz hinter der Einmündung Bertha-von-Suttner-Straße seit vergangenem Jahr auf eine Spur. Für zwei Autos ist aber noch genug Platz.
Eine Engstelle: Auf der Kohlenstraße verengt sich die Fahrbahn kurz hinter der Einmündung Bertha-von-Suttner-Straße seit vergangenem Jahr auf eine Spur. Für zwei Autos ist aber noch genug Platz. © Bastian Ludwig

Eine Verengung auf der Kohlenstraße sorgt seit einigen Monaten immer mal wieder für Probleme.

Kassel – Als vergangenes Jahr Radfahrstreifen auf der Kohlenstraße in Kassel im Abschnitt zwischen Bertha-von-Suttner-Straße und Am Heimbach angelegt wurden, hatte dies Auswirkungen auf den Auto- und Lkw-Verkehr. Auto- und Lkw-Fahrer, die aus Richtung Druseltalstraße oder Bertha-von-Suttner-Straße kommen, müssen sich kurz vor der Bahnbrücke von zwei Fahrspuren auf eine überbreite Fahrspur einordnen. Nicht immer läuft das reibungslos.

Wo früher auf einer Breite von 7,50 Meter durchgehend zwei Fahrstreifen zur Verfügung standen, ist der Platz auf eine überbreite Fahrbahn mit 5,60 Metern Breite reduziert. Vor allem für Linksabbieger von der Bertha-von-Suttner-Straße in die Kohlenstraße bedeutet dies eine Herausforderung. Sie müssen sich kurz nach dem Abbiegen sortieren, weil dort für zwei Fahrzeuge nebeneinander der Platz eng wird – insbesondere wenn Lastwagen dabei sind.

Kassel: Straßenverkehrsamt sieht aber keinen Handlungsbedarf

Dass die Abbiegemanöver nicht immer gelingen, ist an den abgefahrenen Bischofsmützen erkennbar, die die Trennung zwischen Fahrspur und Radfahrstreifen besser kenntlich machen sollen.

Das Straßenverkehrsamt sieht aber keinen Handlungsbedarf. „Der Radfahrstreifen beginnt erst etwa 30 Meter nach der Knotenpunktausfahrt. Bei vorausschauender Fahrweise kann sich – je nach Bedarf – noch entsprechend hintereinander einsortiert werden. Diese überbreiten Fahrspuren gibt es im Stadtgebiet bereits an zahlreichen Örtlichkeiten, bisher haben sie sich bewährt“, heißt es aus der Behörde.

Im Bereich von überbreiten Fahrspuren müssten die Verkehrsteilnehmer selbst entscheiden, ob nebeneinander oder besser versetzt hintereinander gefahren werden sollte. Zwei Autos könnten in der Regel problemlos nebeneinander fahren, bei Lastwagen sollte eher versetzt oder hintereinander gefahren werden, teilt das Straßenverkehrsamt weiter mit.

Kassel: Überbreite Fahrspur bietet laut Straßenverkehrsamt genug Raum

Die dort realisierte überbreite Fahrspur biete genug Raum. „Geht man für eine Fahrspur von einem Mindestmaß von 3,05 Meter aus, so verbleiben links neben einem Lastwagen noch 2,55 Meter Fahrspurbreite übrig. Damit ist auch das Nebeneinanderfahren von LKW und normalen PKW in vielen Fällen möglich“, so die Rechnung aus dem Rathaus.

Zudem gelte das Rechtsfahrgebot für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen auch innerorts. Das bedeute, dass Lastwagenfahrer von der Druseltalstraße oder von der Bertha-von-Suttner-Straße kommend, ohnehin auf dem jeweils rechten Fahrstreifen fahren müssten. Insofern kämen sie an der Ausfahrt Kohlenstraße auch auf dem rechten Fahrstreifen an und befänden sich zu Beginn der überbreiten Spur an deren rechtem Rand.

Kassel: Radwege wurden rot eingefärbt

Es sei überdies viel für den Schutz der Radfahrer getan worden. Zur besseren Sichtbarkeit des neuen Radfahrstreifens sei dieser im Bereich der Bahnbrücke in Fahrtrichtung stadteinwärts rot eingefärbt worden. Ende 2021 wurden die Bischofsmützen zur besseren Erkennbarkeit der Trennung zwischen Rad- und Autoverkehr aufgebracht. Zudem stehe dort das Verkehrszeichen „Achtung Radfahrer“.

„Weitere Maßnahmen, den Radverkehr vom Kfz-Verkehr zu trennen, sind derzeit nicht vorgesehen und baulich nicht ohne Weiteres möglich. Aus verkehrsbehördlicher Sicht sind sie auch nicht erforderlich. Abgefahrene Bischofsmützen werden ersetzt“, so die Behörde. (Bastian Ludwig)

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