Martin Eberle löst Bernd Küster ab

Neuer MHK-Chef in Kassel soll für mehr Besucher sorgen

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Der neue Direktor der MHK: Martin Prof. Dr. Martin Eberle.

Kassel. Es ist bei Weitem nicht die einzige Herausforderung. Doch bei der Präsentation des neuen Direktors der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) wurde deutlich, dass das Land auch eine Steigerung der Besucherzahlen in den Museen erwartet.

Am heutigen Dienstag beginnt Prof. Dr. Martin Eberle seine neue Tätigkeit und löst damit Prof. Dr. Bernd Küster ab, der im Februar in den Ruhestand ging.

240 Millionen Euro gab und gibt das Land Hessen für Investitionen von der Herkulessanierung über die Arbeiten an der Löwenburg bis zum geplanten Tapetenmuseum aus. Diese Summe nannte Kunst- und Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) bei der Vorstellung des MHK-Direktors in Schloss Wilhelmshöhe. Dabei wurde auch bekannt, dass es dort demnächst eine neue Baustelle geben wird. Für die Sanierung des Weißensteinflügels, der auch als Ausstellungsfläche genutzt wird, nimmt das Land nach Angaben von Rhein 11,2 Millionen Euro in die Hand.

Unter dem Strich haben sich die Ausgaben für die Museumslandschaft somit innerhalb von zehn Jahren um 20 Prozent erhöht. Das sei ein in Deutschland einmaliger Kraftakt, lobte der neue MHK-Direktor.

Eberle skizzierte seine Vorhaben, zu denen auch die bessere Verzahnung der MHK-Einrichtungen gehört. Er strebt dabei nicht nur eine Steigerung der Besucherzahlen an – zuletzt gab es zum Beispiel im Schloss Wilhelmshöhe einen Schwund von einem Drittel. Eberle will auch, dass sich die Verweildauer der Gäste in Kassel erhöht.

Eng zusammenarbeiten will Eberle mit der documenta und deren Generaldirektorin Sabine Schormann. Allerdings sprach er sich gegen die von Oberbürgermeister Geselle geäußerte Idee aus, die Leitung von Fridericianum und Neuer Galerie zu verknüpfen. 

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