Ärger auch um Königsstraße: Doppelt so teuer wie geplant

Kasseler Baustadtrat Nolda (Grüne)will Rückbau der Willi-Allee

Kassel. Wenn es nach dem Willen des Kasseler Baustadtrats Christof Nolda (Grüne) geht, dann wird die Wilhelmshöher Allee auf zwei Fahrspuren zurückgebaut.

Dieses Vorhaben taucht auch in der Vorlage auf, über die die Kasseler Stadtverordneten vor kurzem abgestimmt haben. Der „Umbau im mittleren Alleebereich“, wie es offiziell heißt, würde 6,8 Millionen Euro kosten. Allerdings: Der Rückbau hat in der Magistatsvorlage die Priorität „B“. Das heißt, er wird jetzt nicht verwirklicht. Grünes Licht gaben die Stadtverordneten für eine Schönheitskur für die Wilhelmshöher Allee. Unter anderem sollen 225 Linden gepflanzt werden. Das Geld kommt weitgehend vom Bund, der damit Weltkulturerbe-Städte unterstützt.

Öffentlich hatte Christof Nolda zuletzt mehrfach geäußert, dass er sich einen Rückbau der Wilhelmshöher Allee wünsche. Auf Anfrage der HNA erklärt Nolda gestern dazu: „Es wurde abgestimmt. Weiter sage ich nichts.“

Auch um die Königsstraße könnte es Ärger geben. Auch sie soll aufgehübscht werden. Dafür wurden in den Haushalt rund 5,9 Millionen Euro eingestellt. Nur: Die Straße wird jetzt mindestens doppelt so teuer, obwohl noch gar kein Spatenstich erfolgte. Sie soll jetzt etwa 10,6 Millionen Euro kosten. Das wurde nach HNA-Informationen vom Magistrat abgesegnet. Stadtrat Nolda dazu: „Die Magistratssitzung war nicht öffentlich. Darum sage ich Ihnen dazu nichts.“

Der Grund der Verteuerung: Versprechungen, die die Stadt machte – neue Beleuchtung, Bänke, schmutzabweisende Beschichtung der Pflaster – werden teuer. Mehrkosten: 2,7 Millionen. Dazu kommen Kabel, Leitungen und Gleise für 2,4 Millionen. Ob die Mehrkosten von rund fünf Millionen Euro jetzt auf die Anlieger zukommen, war gestern unklar.

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