Stadt: Dach lässt sich nicht provisorisch abstützen

Sporthalle auf Marbachshöhe bleibt dicht

Bis auf Weiteres zu: Bei den genaueren Untersuchungen am Dach hat sich herausgestellt, dass die Sporthalle Marbachshöhe bis zur eigentlich für 2018 geplanten Generalsanierung geschlossen bleiben muss. Archivfoto: Koch

Bad Wilhelmshöhe. Eine schnelle Lösung ist für die Sporthalle Marbachshöhe nicht in Sicht. Wegen der Schäden am Dach bleibe das Gebäude dicht, sagte Rathaussprecher Ingo Happel-Emrich jetzt auf Anfrage.

„Die Halle bleibt bis zur Generalsanierung geschlossen.“ Das sei das Ergebnis der Untersuchungen der vergangenen Wochen.

Von der Sperrung sind 14 Vereine und drei Schulen betroffen, die bereits seit knapp vier Wochen auf Zeiten in der Sporthalle Marbachshöhe verzichten müssen. Für die meisten, aber nicht für alle wurden Alternativen gefunden.

In den ursprünglichen Planungen der Stadt war angedacht, die ehemalige Bundeswehr-Halle im Jahr 2018 grundlegend zu sanieren. Bisher war dafür mit Kosten von 1,8 Millionen Euro kalkuliert worden. Offen ließ die Stadt auf Nachfrage zunächst, ob es bei dieser Summe bleibt. Ob die Generalsanierung nun vorgezogen wird, müsse bei den anstehenden Beratungen zum Haushalt 2016 diskutiert werden, so Happel-Emrich.

Auch die Mehrheitsfraktionen in der Stadtverordnetenversammlung, SPD und Grüne, erhielten erst am Dienstag die Nachricht, dass die Sporthalle auf Dauer gesperrt bleibt. Nun wollen sie bei der Aufstellung des Haushaltes prüfen, ob die Halle früher als geplant saniert werden kann, teilten die Fraktionen auf Anfrage mit. Allerdings stehen die Haushaltsberatungen noch ganz am Anfang. Derzeit ermitteln die Ämter im Rathaus die Bedarfe, um den Dezernenten dann entsprechende Vorschläge zu machen.

Keine akute Gefahr

Nachdem bei einer Routineuntersuchung Mängel an der Dachkonstruktion festgestellt worden waren, hatte das städtische Hochbauamt die Halle Mitte Februar gesperrt. Eine akute Gefahr, dass das Dach einstürzen könnte, bestand nach Aussage von Hochbauamtsleiter Axel Jäger nicht. Allerdings zeigten einige Stahlteile Anzeichen von Rost, die auch abplatzen könnten.

Nach nun erfolgten weiteren Prüfungen habe sich herausgestellt, dass eine vorübergehende Notabstützung bis zur Generalsanierung „aus statischen Gründen nicht sinnvoll umsetzbar“ sei. Dafür gebe es statische, aber auch wirtschaftliche Gründe, sagte Stadtsprecher Happel-Emrich.

Viele der 14 betroffenen Vereine sind nach der Sperrung früher als eigentlich geplant mit ihren Fußball-Mannschaften auf Sportplätze ausgewichen. Das können aber nicht alle. Gerade für die Handball-Abteilung der TG Wehlheiden war das nicht möglich. Abteilungsleiter Erich Kühn hatte Mitte Februar keine andere Wahl gesehen, als Trainingszeiten zusammenzulegen, bei denen dann 40 bis 50 Sportler in einer Halle trainieren.

Von Claas Michaelis

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