Sanierung für die Zeit nach der Coronaschließung läuft auf Hochtouren

Die Therme in Wilhelmshöhe wird attraktiver

Grundreinigung, neue Technik und Fliesenarbeiten: Im großen Becken der Kurhessen Therme sind die Arbeiten bereits weit fortgeschritten.
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Grundreinigung, neue Technik und Fliesenarbeiten: Im großen Becken der Kurhessen Therme sind die Arbeiten bereits weit fortgeschritten.

Noch gibt es keine Signale, wann die Kurhessen Therme in Bad Wilhelmshöhe wieder öffnen darf. „Ich hoffe darauf, dass das im Mai oder Juni der Fall sein könnte, sagt Therme-Geschäftsführer Marcus Jungermann. Es vergehe kaum ein Tag, an dem er nicht gefragt werde, wann es endlich wieder losgeht.

Kassel. Die Zeit bis dahin wird genutzt, das kann man beim Ortstermin auf der großen Baustelle im Erdgeschoss auf den ersten Blick erkennen. Das Wasser aus dem großen Soleschwimmbecken ist abgelassen, die charakteristischen gusseisernen Lampen liegen auf dem Boden, Wasserläufe sind freigelegt und der halbrunde Bau der Badeaufsicht ist zum Werkzeuglager umfunktioniert. An drei Stellen in der Therme laufen aktuell Arbeiten:

Kur- und Badehaus

Die Familie Schoppe, die seit vielen Jahren Mieter in der Therme ist, baut das Angebot für Krankengymnastik, Physiotherapie und Gesundheitssport aus. Im Gegensatz zum Sauna- und Badebetrieb in der Therme gibt es hier aktuell Behandlungen. Mit einem Anbau an die vorhandenen Gebäude soll das Programm erweitert werden.

  Die Gastronomie

In erster Linie biete man zwar einen Badebetrieb an, aber auch die Gastronomie soll aufgefrischt werden, sagt Therme-Geschäftsführer Marcus Jungermann. Dabei setze man auf eine gesunde und regionale Küche. Frische Salate sollen ebenso auf der Speisekarte stehen wie Fleischgerichte. Unter anderem werde man mit der Landmetzgerei Koch und der Hütt-Brauerei zusammenarbeiten. Den Küchenbereich wolle man öffnen, sodass die Gäste Einblick haben.

 Der Badebereich

Neue Filtertechnik, Reinigungsroboter für das Rohrsystem und leichter zu reinigende Beläge aus Natursteinen sind hier die Stichworte. Zudem hat die Geschäftsführung einen Vertrag mit einer neuen Reinigungsfirma abgeschlossen. Zu den vorhandenen Lampen kommen neue Beleuchtungselemente.

Rund um das große Becken, das Gymnastikbecken, und die Whirlpools des Erdgeschosses sind die Arbeiten bereits fortgeschritten. Auch die Toiletten werden erneuert. Das Außenbecken kommt ebenfalls noch an die Reihe. Um diesen Bereich vor Frost zu schützen, ist das Thermalwasser noch nicht abgelassen. Mindestens eine hohe sechsstellige Summe dürfte die Sanierung kosten. Genaue Zahlen zu nennen, sei bislang auch noch nicht möglich, weil der Aufwand an manchen Stellen größer sei als zunächst angenommen, sagt Thermechef Jungermann. Bis zu 60 Bauarbeiter sind im Moment im Einsatz.

Auf jeden Fall investiere man jetzt für die Zeit nach Corona. Da sei die erzwungene Betriebspause zwar keine willkommene aber eine praktische Gelegenheit, sagt Jungermann. Ebenso wie andere Betriebe aus Handel und Gastronomie bekommt die Therme eine Überbrückungshilfe vom Staat. Das ist hilfreich. Geld verdienen kann man aber erst, wenn der Betrieb wieder anläuft. Seit Anfang November ist die Sauna- und Badelandschaft geschlossen. Die hat der im vergangenen Jahr gestorbene Unternehmer Werner Wicker 1983 bauen lassen. Heute ist sie ein wichtiger Bestandteil des Kurbetriebs in Bad Wilhelmshöhe. (Thomas Siemon)

Ortstermin auf der Baustelle: Therme-Geschäftsführer Marcus Jungermann.

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