Neue Geschäftsführung

Sanierung in mehreren Etappen: Therme in Kassel soll attraktiver werden

Ungewöhnlicher Anblick: Das Wasser aus der Badelandschaft im Erdgeschoss wurde abgelassen. Hier laufen bereits Reinigungs- und Sanierungsarbeiten.
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Ungewöhnlicher Anblick: Das Wasser aus der Badelandschaft im Erdgeschoss wurde abgelassen. Hier laufen bereits Reinigungs- und Sanierungsarbeiten.

Kassel – Der Tod von Werner Wicker ist Einschnitt für die gesamte Wicker-Gruppe mit Hauptsitz in Bad Wildungen, zu der unter anderem Klinken und Hotels gehören. Auch für die in die Jahre gekommene Therme in Kassel bringt das Veränderungen mit sich.

Als die Kurhessen- Therme im Februar 1983 eröffnet wurde, bezeichnete sie Bauherr Werner Wicker als schönstes Bad Europas. Es gab niemanden, der ihm damals widersprochen hat. Vor zwei Monaten ist Werner Wicker im Alter von 85 Jahren gestorben. Ein Einschnitt für die gesamte Gruppe (Hauptsitz Bad Wildungen), zu der unter anderem Klinken und Hotels gehören. Auch für die in die Jahre gekommene Therme bringt das Veränderungen mit sich. Ansprechpartner als neuer – bislang kommissarischer – Geschäftsführer ist Marcus Jungermann. Der 51-Jährige löst Michael Dunkel ab, der nicht mehr für die Wicker-Gruppe tätig ist.

Neuer Ansprechpartner: Marcus Jungermann ist kommissarischer Geschäftsführer.

Für das Thermalsolebad mit Saunalandschaft plant Jungermann eine vorsichtige, aber grundlegende Sanierung. Die ersten Aktivitäten haben bereits begonnen und sind unübersehbar. Das Wasser aus dem großen Schwimmbecken im Erdgeschoss wurde abgelassen. Hier läuft gerade eine intensive Reinigung. Außerdem werden Fugen ausgebessert und die Lampen erneuert. Und das so leise, wie nur irgend möglich. Denn nebenan läuft der Betrieb mit Whirlpools, weiteren Becken und auch in der Außenanlage weiter.

Wegen der Corona-Beschränkungen dürfen aktuell bis zu 300 Menschen den Badebereich nutzen, in der Saunawelt liegt die Obergrenze bei 200 Besuchern. Unter diesen Bedingungen sei es nicht einfach, das nötige Geld für weitere Sanierungen zu erwirtschaften, sagt Jungermann.

Er ist in Kassel aufgewachsen, hat Betriebswirtschaft studiert und kehrt jetzt nach beruflichen Stationen bei Siemens und Airbus zurück in seine Heimatstadt. Verheiratet ist der Familienvater mit einer Enkeltochter von Werner Wicker. „Die Therme soll als Familienbetrieb weiterlaufen, das wissen auch die Mitarbeiter“, sagt Jungermann. Er befindet sich derzeit in einem engen Austausch mit der Geschäftsführung der Taunus Therme in Bad Homburg, die ebenfalls zur Wicker-Gruppe gehört. Dort habe man auch durch die Konkurrenz von einem neuen Thermalbad die Runderneuerung bereits geschafft.

In Kassel wolle man das Signal an die Besucher geben, dass sich etwas tut. Das werde auch sichtbar sein. So wie aktuell im Schwimmbecken, wo die Arbeiten in den nächsten Wochen abgeschlossen werden sollen. Die Besucher erhalten als Ausgleich für das eingeschränkte Angebot eine kostenlose Verlängerung ihre Badezeit um eine Stunde.

Jungermann hat zudem für das Hygienekonzept in der Therme Unterstützung aus dem Klinikbereich bekommen. „Wir haben ja das Know-how, das wollen wir auch für unsere Besucher nutzen“, sagt er. Bei regelmäßigen Kontrollen durch das Gesundheitsamt habe es hinsichtlich der Corona-Auflagen keine Beanstandungen gegeben. Mit den Vorkehrungen zur Handhygiene sowie Abstandsregeln mit Platz zwischen Umkleidekabinen, Liegen und anderen Einrichtungen könne man die Therme auch in Zeiten von Corona gut nutzen. Tagesaktuell kann man sich auf der neu gestalteten Webseite informieren und dort auch Badezeiten reservieren. (Thomas Siemon)

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