Wegen geringerer Förderung

Umbau der Wilhelmshöher Allee wird abgespeckt

Städtebaulich von nationaler Bedeutung: Die 4,6 Kilometer lange Achse Wilhelmshöher Allee. Archivfoto: Malmus

1,9 Mio. Euro gibt der Bund für die Schönheitskur für die Wilhelmshöher Allee. Das ist viel Geld, aber wesentlich weniger als die 6,7 Mio. Euro, die von der Stadt beantragt wurden.

Nun werde die Verwaltung einen Vorschlag erarbeiten, welche der angedachten Vorhaben sich mit dem Geld realisieren lassen, teilte die Stadt gestern auf HNA-Anfrage mit.

Bei der gemeinsamen Sitzung der betroffenen Ortsbeiräte Mitte, Vorderer Westen, Wehlheiden und Wilhelmshöhe wurde am Donnerstagabend bereits über mögliche Schwerpunktsetzungen diskutiert. So sprachen sich mehrere Ortsbeiratsmitglieder dafür aus, die Allee um die fehlenden 225 Linden zu ergänzen. Denn in mehreren Abschnitten der 4,6 Kilometer langen Achse ist die Allee unterbrochen. Dies gilt beispielsweise für die Einmündungsbereiche Querallee und Gräfestraße.

Carl Flore vom Stadtplanungsamt sagte bei der Sitzung, dass bei der Aufstellung des sogenannten „Rahmenplanes Wilhelmshöher Allee“ im Jahr 2012 bereits klar gewesen sei, dass sämtliche dort aufgelisteten Vorschläge nicht kurzfristig realisierbar sind. „Dafür reicht das Geld auch in 20 bis 25 Jahren nicht“, sagt Flore. Deshalb gehe es darum, Prioritäten zu setzen. Weil nun wesentlich weniger Fördergeld fließt als erhofft, gilt dies umso mehr.

Vier Jahre hat die Stadt Zeit, die 1,9 Mio. Euro zu verwenden. Allein die Pflanzung der 225 Bäume würde etwa eine Mio. Euro kosten, schätzte Hartmut Seyfarth vom Büro PLF, das mit der Ausarbeitung des Plans beauftragt worden war. Zu den weiteren Projekten, für die sich die Stadt durch eine Abstimmung der Stadtverordneten um die 6,7 Mio. Euro Fördergeld beworben hatte, zählten eine neue Beleuchtung, die einheitliche Gestaltung der Randbereiche, der Umbau des Rathenauplatzes und die Begrünung zwischen den Gleisen.

Wobei Seyfarth darauf hinwies, dass bei einer möglichen Erneuerung der Beleuchtung darauf geachtet werden müsse, dass die vom Herkules erkennbare Lichtachse erhalten bleibe. „Wenn Sie Lampen nehmen, die nur nach unten strahlen, geht dieser Eindruck verloren“, so der Planer.

Auch wenn die 1,9 Mio. Euro bis 2019 investiert werden müssen, hat der gesamte Plan eine langfristige Perspektive. Es gehe darum, bei künftigen Reparaturen an der Straße einheitliche Gestaltungsvorgaben zu berücksichtigen, so Flore. Wenn die Verwaltung einen Vorschlag vorlegt, welche Projekte im ersten Schritt angegangen werden sollen, müssen zunächst die Stadtverordneten zustimmen.

Die Wilhelmshöher Allee im Regiowiki.

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