Unterricht unterbrochen

Verpuffung an Reformschule: Evakuierung war Routine

Einsatz in der Reformschule: Feuerwehren waren mit 40 Einsatzkräften vor Ort. Am frühen Nachmittag fand in der Schule wieder Unterricht statt. Foto: Hessennews

Kassel. Der Unfall im Chemieunterricht an der Reformschule hatte sich in einer kleinen Gruppe von Schülern im Alter zwischen 15 und 17 Jahren ereignet.

„Sie wollten erkunden, woraus sich ein Streichholzkopf zusammensetzt“, sagte Schulleiterin Elke Hilliger gegenüber der HNA. „Unfälle sind furchtbar, aber sie können nun mal passieren.“ Hilliger und ihr Stellvertreter Bernd Waltenberg sind sich sicher, dass der 58-jährige Chemielehrer vor Ort alle nur erdenklichen und notwendigen Vorkehrungen für das Experiment getroffen hatte. „Er ist der erfahrenste Kollege der Schule, was das Fach Chemie angeht“, sagte Waltenberg. Er sei Fachlehrer und Sicherheitsbeauftragter. „Er ist ein besonnener Kollege.“

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Letztlich sei sie froh, dass alles in allem „ruhig und geregelt“ abgelaufen ist, sagte Hilliger. „Dass die Schule evakuiert wurde, sei eine Routinemaßnahme gewesen, die ergriffen werden musste.“ Schließlich seien Phosphor und Schwefel im Spiel gewesen. Allerdings, so betonte Hilliger, experimentiere man nur mit Phosphor, der für den Unterricht zugelassen ist. Der Schüler mit Verletzungen an der Hand durch Glassplitter sei Dienstagabend noch im Krankenhaus gewesen. „Da muss genau hingeschaut werden.“

Die Kasseler Berufsfeuerwehr war mit einem Gefahrgutzug um 12.33 Uhr zum Chemieunfall an der Schule ausgerückt. Die Einsatzkräfte wurden unterstützt vom Gefahrgutzug des Landeskreises und der Freiwilligen Feuerwehr Kassel. Beteiligt waren 40 Einsatzkräfte. Unter Atemschutz beseitigten die Retter geringe Mengen der verpufften Stoffe. Anschließend, so Hilliger, habe wieder Unterricht in der Reformschule stattgefunden.

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