220 Flüchtlinge sollen an der Druseltalstraße unterkommen

Veterinäramt wird dritte Kasseler Unterkunft für Flüchtlinge

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Ehemaliges Veterinäramt: In dem Gebäude an der Druseltalstraße/Brandenburger Straße entsteht eine neue Unterkunft für Flüchtlinge.

Kassel. In Kassel entsteht die dritte neue Erstaufnahme-Unterkunft für Flüchtlinge innerhalb einer Woche. Büroräume des ehemaligen Veterinäramts an der Druseltalstraße werden für 220 Menschen eingerichtet, erklärte das Regierungspräsidium der HNA.

Damit ist in der Stadt kurzfristig Raum für fast 900 Flüchtlinge gefunden worden:

• Vergangene Woche Mittwoch zogen die ersten Flüchtlinge auf dem Areal der Landesfeuerwehrschule ein. Dort lebten gestern bereits 459 Menschen, die Unterkunft ist damit voll belegt.

• Am Wochenende wurde die Unterkunft in der ehemaligen Lüttich-Kaserne auf der Marbachshöhe eingerichtet. Dort ist Platz für 200 Menschen. Mit 189 war auch diese am Dienstag bereits fast voll. Es gibt aber laut RP aber noch die Möglichkeit, dort Wohncontainer aufzustellen.

• Aktuell werden die Räume an der Druseltalstraße für bis zu 220 Flüchtlinge ausgestattet, sagte Harald Merz, persönlicher Referent des Regierungspräsidenten.

Auf Anforderung des Landes wurden das Technische Hilfswerk sowie zwei Katastrophenschutzzüge der Freiwilligen Feuerwehr Kassel alarmiert, um die neue Unterkunft herzurichten, hieß es von der Stadt. Dies solle bis heute Abend geschehen sein.

Derweil wird auch im Landkreis Kassel weiter über die Unterbringung von Flüchtlingen diskutiert. Kreis, Regierungspräsidium und Innenministerium können auf der Suche nach Unterkünften notfalls auch auf Privatgebäude ausweichen – selbst, wenn die Besitzer das nicht wollen. „Die maßgebliche Stellschraube ist die Frage: Kann man anders Abhilfe schaffen?“, so Prof. Dr. Thomas Mann, Rechtsexperte an der Uni Göttingen. Geht das nicht, könnten Häuser zeitweise beschlagnahmt werden.

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