Zwischen Drusel und Orthopädischer Klinik

Vitos baut neues Bettenhaus: Sorge um Parkplatz-Situation

Diese Drohnenanimation vom Neubau des Bettenhauses an der Vitos Orthopädischen Klinik in Kassel in Wilhelmshöhe zeigt links das geplante neue Bettenhaus. Animation:  nh

Bad Wilhelmshöhe. Auf dem Grundstück des ehemaligen Schwesternwohnheims zwischen Drusel und Orthopädischer Klinik will der Gesundheitskonzern Vitos für rund 21 Millionen Euro bis Mitte 2020 ein neues Bettenhaus für die Patienten der Klinik errichten.

Denn der jetzige aus den 1960er-Jahren stammende Pflegebereich der Klinik entspreche nicht mehr den heutigen Krankenhausstandards. Im Ortsbeirat wurde das Projekt nun allseits begrüßt. Sorge macht einigen Mitgliedern nur die Parksituation. Sie fürchten, dass der Parkdruck in der Nachbarschaft der Klinik zunehmen wird. Vitos-Vertreter versuchten, während der Sitzung diese Bedenken zu zerstreuen. Allerdings könne es während der heißen Bauphase im kommenden Jahr zu Engpässen kommen.

Vitos plant nicht nur, ein fünfgeschossiges Bettenhaus mit 126 Betten zwischen dem vorhandenen Klinikgebäude und der Rohrbach-Schule zu errichten. Auch die Zufahrt- und Parkplatzsituation wird neu geordnet. Auf dem Gelände des längst abgerissenen Wohnheims parkten bisher die Klinikmitarbeiter. Dort soll die Parkmöglichkeit für 40 Autos erhalten bleiben, weil das Bettenhaus teilweise aufgeständert werden wird. Der Vorplatz am Haupteingang der Klinik wird künftig für Besucher mit Pkw tabu sein und nur noch für Krankenwagen zugänglich sein.

Dafür wird unterhalb der Klinik eine zweite Zeile für parkende Auto an einer neuen Zufahrt zur Klinik geschaffen. Diese endet in einem Wendekreis in gehörigem Abstand zum Klinik-Haupteingang. Die vorhandene, parkartige Grünfläche rückt direkt an das Klinikgebäude heran und soll auf einem Fußweg durchquert werden können.

Insgesamt würden nach Fertigstellung des Bettenhauses 189 Stellplätze sowie erstmals zwei Plätze für Taxen zur Verfügung stehen, sagte Jens Martin Buhlmann, Architekt im Büro Kirschner und Partner. Damit schaffe man deutlich mehr Parkraum als die Stellplatzsatzung verlange. Bisher gibt es an der Klinik 168 Parkplätze. Allerdings wird der Bedarf in zwei Monaten deutlich steigen, wenn das Psychiatrie-Zentrum KPP auf dem Klinikgelände eröffnet wird.

Eng wird es beim Bauen

Während der Bauphase würden allein 30 Besucher-Parkplätze vor der Klinik wegfallen, räumte Buhlmann ein. Denn dort wird eine Baustraße für die Baustellenfahrzeuge angelegt. Unter dem Verdrängungseffekt hätten dann die Anwohner zu leiden, meinte Dorothea Fischer (parteilos). Ortsvorsteherin Anja Lipschik (Bündnis 90/Grüne) forderte Vitos-Geschäftsführer Reinhard Belling auf, Anreize für Klinikmitarbeiter zu schaffen, auf das Auto zu verzichten. Viele kämen schon mit dem Rad, erklärte Belling. Außerdem stehe man in Verhandlungen über die Einführung eines Job-Tickets.

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