Eröffnung am 13. Juni 1935 - Party mit Bademodenschau und Aktionen für Kinder

Wilhelmshöher Bad wird 80 Jahre alt

Sprungturm mit Herkulesblick: Das Wilhelmshöher Freibad erlebte kurz nach der Eröffnung am 13. Juni 1935 einen Besucheransturm. Fotos:  Stadtmuseum/nh

Bad Wilhelmshöhe. Lange stand die Zukunft des Freibades Wilhelmshöhe auf der Kippe. Mittlerweile ist klar, dass das vor genau 80 Jahren eröffnete Bad saniert wird.

Deshalb gibt es am Wochenende doppelten Anlass für eine Feier. Die organisiert der Förderverein, der bereits das historische Cafégebäude des Freibades in Eigenregie saniert hat. Die Feier steigt am Samstag, 13. Juni. Auf der Wiese wird eine große Wasserrutschbahn aufgebaut, es gibt einen Bademoden-Contest, Arschbomben-Wettbewerbe und Livemusik.

Als das Freibad in den 1930er-Jahren gebaut wurde, sollte es in erste Linie für Entlastung sorgen. Das Flussbad an der Fulda reichte für den Besucheransturm im Hochsommer nicht mehr aus. In einem Kurort wie Wilhelmshöhe brauche man ein Schwimmbad, so die Überlegung damals.

Auch über die Kosten machte man sich Gedanken. „Eine Rentabilität sei nicht unbedingt gewährleistet, hieß es im Verwaltungsbericht des Jahres 1935. Gutes Wetter vorausgesetzt, sei das aber zu erreichen. Das blieb bis in die jüngere Vergangenheit eine sehr optimistische Annahme.

Liegefläche unter dem Laubengang: So idyllisch sah es im Wilhelmshöher Bad früher aus.

Herausragend ist nach wie vor die Lage des Freibades. An vielen Stellen des 28.000 Quadratmeter großen Geländes (das sind etwa vier Fußballfelder) hat man Herkulesblick. Mitten im Kurbezirk ist das Grundstück ein Filetstück. Kein Wunder, dass es Überlegungen gab, das Bad zu schließen und das Gelände als Bauland zu vermarkten. Jetzt erlebt das alte Freibad seine letzte Saison. Im Herbst beginnt die Sanierung, für die die Stadt 3,3 Millionen Euro in die Hand nehmen will. Die gleiche Summe steht für das Freibad in Harleshausen zur Verfügung, das gerade saniert wird und in dieser Saison geschlossen ist.

In Wilhelmshöhe haben die Planer vor 80 Jahren nach Einschätzung von Fachleuten Herausragendes geleistet. Das Bad wurde in die damals noch weitgehend unbebaute Landschaft eingebettet. Den Laubengang und die Terrassen will der Förderverein wieder herrichten. Im Cafégebäude finden schon wieder Veranstaltungen statt, die Poolbar sorgt von Biobratwurst bis Cocktails für die Badegäste.

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