Heute Abend im TV

Zwei Fälle der Kasseler Kriminalpolizei bei „Aktenzeichen XY“

Kassel. Seit Jahren wird in der Sendung „Aktenzeichen XY“ nach Kriminellen gefahndet. In der Ausgabe, die heute ausgestrahlt wird, geht es um zwei Fälle der Kasseler Polizei.

Die Ermittler erhoffen sich nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner mit der Ausstrahlung (ZDF, ab 20.15 Uhr) weitere Zeugenhinweise auf Trickbetrüger und einen Bankräuber.

Kostümierter Bankräuber

Der Räuber soll stets auffällig verkleidet gewesen und für mehrere Taten verantwortlich sein. Dazu gehören ein Raubüberfallam 21. Februar 2013 auf die Sparkassenfiliale an der Straße Am Hahnen im Stadtteil Brasselsberg, ein Überfall am 20. Juni 2013 auf die Sparkassenfiliale in Fuldatal-Ihringshausen und zuletzt ein Überfall am 12. November 2014 auf die Filiale der Kasseler Sparkasse in Niestetal-Sandershausen. Bei seiner letzten Tat war der von Zeugen beschriebene 1,70 bis 1,80 Meter große und etwa 30 bis 40 Jahre alte Tatverdächtige als Bauarbeiter mit orangefarbener Warnweste und gelbem Bauhelm verkleidet.

Fluchtfahrzeug: Mit solch einem Rad war der Bankräuber geflüchtet. Foto:  Polizei

Ihm gelang nach der Tat die Flucht mit einem dunkelgrünen Capriolo-Herrenfahrrad.

Insbesondere mit der Veröffentlichung eines Fotos von diesem Fahrrad in der Sendung erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise. Die Leiterin der Arbeitsgruppe, Kriminalhauptkommissarin Adele Kalwa, wird auch als Studiogast mit Moderator Rudi Cerne in der Sendung über den kostümierten Räuber reden.

Mit dem zweiten Beitrag, den die Kasseler Kripo bearbeitet, erhoffen sich die Ermittler des für Betrugsdelikte zuständigen Kommissariats 23/24 Hinweise zur Aufklärung eines Falles aus Kassel vom 1. August 2014 zu bekommen. Es geht um einen besonders dreisten Enkeltrick.

Notsituation vorgegaukelt

Eine 88-jährige Bewohnerin der Seniorenwohnanlage an der Straße „Im Druseltal“ (Bad Wilhelmshöhe) bekam damals einen Anruf, bei dem sich ein bislang Unbekannter als ihr Sohn ausgab. Mit einer Variante des so genannten Enkeltricks - der angebliche Sohn gaukelte der Seniorin vor, in einer Notsituation zu stecken - ergaunerte sich der falsche Sohn insgesamt drei Goldbarren zu je einem Kilo im Gesamtwert von etwa 100.000 Euro.

Trickbetrüger ergaunerten drei Goldbarren: Eine Seniorin wurde von einem Fremden in die Irre geführt, der behauptete ihr Sohn zu sein, der in eine Notlage gelangt war. Archivfoto: dpa

Die Seniorin hatte die Goldbarren aus ihrem Bankschließfach geholt und an eine vom angeblichen Sohn zur Abholung gesandte Frau auf dem Parkplatz gegenüber der Wohnanlage übergeben.

Die Kripo fahndet nach einer Frau, die etwa 1,60 Meter groß und 20 bis 30 Jahre alt sein soll. Bei der Tat habe sie einen Schwangerschaftsbauch und ihre dunklen Haare zum Zopf gebunden gehabt. Die Betrügerin soll eine beigefarbene Bluse und eine Hose oder Rock getragen haben. Zudem habe sie eine graue Handtasche dabei gehabt.

Der in diesem Fall zuständige Ermittler, Kriminalhauptkommissar Dirk Hofmann, wird auch in der Sendung anwesend sein. (use)

Hinweise in beiden Fällen an die Polizei in Kassel unter Tel. 0561/910-0.

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