Seen und Flüsse sind Unfallschwerpunkte

Leichtsinn und Überschätzung führen zum Tod - Zahl der Badetoten in Hessen dramatisch gestiegen

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Archivfoto: Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei sprang 2011 ein Mann in die Fulda und ertrank. Das Bild zeigt ein Boot des DLRG auf der Suche nach dem Mann.

Kassel/Frankfurt. Die Zahl der in Hessens Seen, Flüssen und Schwimmbädern ums Leben gekommenen Menschen ist in diesem Jahr enorm gestiegen. Erst Ende August starb ein Mann in der Fulda in Kassel.

Bis August dieses Jahres seien 35 Badetote und damit 21 mehr als im Vergleichszeitraum 2017 gezählt worden. Das teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit. 

Auch bundesweit ist die Zahl nach oben geschnellt, und zwar um fast 50 Prozent auf 445 Badetote. "Die Ursachen vieler Ertrinkungsfälle sind Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft sowie insbesondere das Baden an unbewachten Stellen", sagte der DLRG-Präsident Achim Haag.

Unfallschwerpunkte sind nach wie vor Seen und Flüsse. So war in Nordhessen Ende August ein Mann beim Schwimmen in der Fulda ums Leben gekommen. 

Aber: Laut Pressesprecher Matthias Mänz ist in den Jahren 2016 und 2017 nur jeweils eine Person aus medizinischen Gründen in Gewässern von Stadt und Landkreis Kassel gestorben. Trotzdem raten Arzt und DLRG zur Vorsicht - denn Badeunfälle sind gefährlich.

Zum Thema: Die tödlichen Badeunfälle in Kassels Bugasee: Wie gefährlich ist das Schwimmen dort wirklich?

Mitte August ging ein angetrunkener 19-Jähriger, der nicht schwimmen konnte, in Marburg beim Baden in der Lahn unter. 

Außergewöhnlich hoch ist bundesweit der Anstieg von tödlichen Unfällen in Schwimmbädern, betroffen war auch Hessen. So ertrank in der Rhein-Main-Therme in Hofheim im Frühjahr ein vierjähriger Junge. Bereits zu Beginn des Jahres war ein ebenfalls vierjähriges Mädchen in einem Freizeitbad in Wiesbaden ums Leben gekommen.

Angst vorm Baden in der Natur: Was sich in unseren Gewässern tummelt

dpa/lhe

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

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