Angebot für Frühschwimmer im Winter?

Bilanz fürs neue Bad: 92.000 waren im Auebad

Kassel. Mitte Juli wurde das neue Auebad an der Fulda eröffnet. In den vergangenen dreieinhalb Monaten haben 92 000 Menschen das Kombibad besucht, sagt Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke. Nicht eingerechnet seien die Schulen, die das Bad regelmäßig nutzten.

In den Herbstferien seien im Schnitt 1000 Menschen am Tag im Bad gewesen, an normalen Werktagen würden 500 bis 600 zahlende Gäste (ohne Schulen) gezählt, an den Wochenenden um die 1000 Besucher.

Kämmerer Dr. Jürgen Barthel ist mit den Zahlen „in der Summe zufrieden“. An einzelne Tage am Wochenanfang gebe es noch ein paar Lücken. Aber im Hallenbad Süd habe es auch eine gewisse Zeit gedauert, bis es angelaufen sei (siehe Hintergrund). „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagt der Kämmerer. Entsprechend gut sei auch die Resonanz der Vereine.

In den vergangenen Wochen sind immer wieder die Fragen gestellt worden, ob es im Hallenbad auch ein Angebot für Frühschwimmer sowie eine Frauensauna geben könnte.

Ein Frühschwimmerangebot im Winter koste mehr Geld. Die zusätzlichen Personalkosten könnten wohl nicht durch Mehreinnahmen gedeckt werden, sagt Pijanka. Die Stadt müsse sich die Frage stellen, ob sie bereit sei, dies zu finanzieren.

Video: Rundgang durchs Auebad

Er halte es für sinnvoll, Frühschwimmen auch im Winter anzubieten, sagt Barthel. „Je intensiver das Bad genutzt wird, um so besser.“ Allerdings wolle er eine Entscheidung über die Ausweitung der Öffnungszeiten erst treffen, wenn der Haushalt beschlossen worden sei, das Bäderbudget vorliege und er wisse, wie es mit den beiden Freibädern in Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen weitergehe.

Wegen einer Frauensauna habe der Vorsitzende des Ausländerbeirats mit ihm ein Gespräch geführt, sagt Barthel. Er sei grundsätzlich nicht abgeneigt, eine der drei Saunen im Auebad für zwei bis drei Stunden nur für Frauen öffnen zu lassen. Dieser Kompromiss sei den Frauen, die sich an den Ausländerbeirat gewandt hätten, aber nicht weitreichend genug. Sie verlangten, dass sie im gesamten Saunabereich - auch in den Ruhezonen - nicht mit Männern konfrontiert würden.

„Das macht die Sache problematisch“, sagt der Kämmerer. Schließlich gingen alle Gäste des Bades - auch die Männer - davon aus, dass sie alle Angebote täglich von 10 bis 22 Uhr nutzen könnten.

Bilder aus dem Auebad

Das neue Auebad in Bildern

Wenn die Männer aus der Sauna ausgeschlossen würden, wirke sich das negativ auf die Einnahmen aus, sagt Pijanka. Im Stadtbad Mitte sei der Erfolg der Frauensauna „sehr überschaubar“ gewesen. Zudem wolle sich das Auebad nicht als Konkurrenz zur Kurhessentherme positionieren wo es auch eine Frauensauna gibt. „Wir bieten nur ein Basisangebot.“

Apropos Sauna: In der Außensauna gebe es keine Probleme mehr mit Harz, sagt Pijanka. Das Holz schwitze zwar noch Harz aus, das tropfe aber nicht mehr runter.

Rubriklistenbild: © Koch

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