Das Stadtbad Mitte muss dem Neubau eines Geschäfts- und Bürohauses weichen

Abriss beginnt im Juli

Norbert Witte

Kassel. Das neue Auebad eröffnet am 10. Juli, das alte Stadtbad Mitte wird abgerissen. Noch im Juli beginne der Abbruch des Hallenbades in der Innenstadt, sagt Norbert Witte, Geschäftsführer der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV).

Zur KVV gehören auch die Städtischen Werke, die das Hallenbad-Grundstück in bester Innenstadtlage bereits für 3,25 Millionen Euro an die OFB Projektentwicklung verkauft haben. Das Tochterunternehmen der Landesbank Hessen-Thüringen will auf dem insgesamt rund 5000 Quadratmeter großen Grundstück am Lutherplatz 30 Millionen Euro in einen Neubau mit Einzelhandelsflächen und Büros investieren.

Doch vorher muss das 46 Jahre alte Stadtbad weg, das bereits Ende April endgültig geschlossen wurde. Im Kaufvertrag mit der OFB hätten sich die Stadtwerke verpflichtet, für den Abriss zu sorgen, erklärt Witte. Den Abbruch soll das Baunataler Unternehmen Schnittger übernehmen, das bereits die Nachbarn und Geschäftsleute rund um das alte Hallenbad über den Zeitplan für die Abrissarbeiten informiert.

Der Innenabbruch soll Ende Juli beginnen. Die Stadtwerke bauen dabei auch noch verwertbare Dinge wie Pumpen und Einrichtungsteile aus. Schweres Gerät rollt dann im August an. Der Abriss des Hallenbad-Gebäudes werde etwa vier Wochen dauern, sagt Witte. Mit Verkehrsbehinderungen sei dabei nicht zu rechnen, wohl aber mit nicht vermeidbaren Belästigungen der Nachbarn.

Die OFB Projektentwicklung verfügt bereits über den Kaufvertrag für das 4152 Quadratmeter große Stadtwerke-Grundstück. Mit dem Diakonischen Werk Deutschland werde derzeit über den Verkauf des angrenzenden Diakonie-Hauses und des Grundstücks an der Kurt-Schumacher-Straße verhandelt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir den Vertrag in den nächsten Tagen unterschreiben können“, sagt Dr. Jürgen Siegel von der OFB-Niederlassung Kassel. Beide Grundstücke seien nötig, um den geplanten Neubau realisieren zu können.

Das heutige Diakonie-Haus war früher Teil des Stadtbades Mitte, wurde aber bereits in den 1980er-Jahren von den Stadtwerken an das Diakonische Werk verkauft, weil die Räume im Haus, in denen es einst zum Beispiel noch öffentliche Wannenbäder gab, nicht mehr benötigt wurden. Foto: nh

Von Jörg Steinbach

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