Auftakt der Sommerferien ins Wasser gefallen

Beide Hallenbäder sind derzeit dicht: Ferien werden für Sanierung genutzt

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Bereits leer: Das Lehrschwimmbecken im Auebad.

Kassel. Der Auftakt der Sommerferien ist ins Wasser gefallen. Viel Regen ist in dieser ersten Woche bislang über Kassel gefallen. Wahrlich kein Freibadwetter.

Kinder und Erwachsene, die trotzdem schwimmen gehen wollten, wurden an mehreren Tagen enttäuscht. Denn beide Hallenbäder, sowohl das Hallenbad Süd in Oberzwehren als auch das Sportbecken im neuen Auebad, sind seit Montag, 28. Juli, geschlossen. Grund: Die jährlichen Revisionsarbeiten liegen an. Dabei wird geschaut, ob sich die Bäder noch im vorgeschriebenen Zustand befinden, sagt Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke. „Eventuelle Mängel oder Schäden können so frühzeitig erkannt und behoben werden.“

Das Hallenbad Süd in der Brückenhofsiedlung bleibt deshalb ganze vier Wochen, also bis zum 24. August, geschlossen. In einer Pressemitteilung zum geschlossenen Hallenbad Süd verweisen die Städtischen Werke noch darauf, dass man bei schlechtem Wetter ja ins Auebad an der Fulda ausweichen könne. Dabei wird allerdings nicht erwähnt, dass dort das 50-Meter-Becken wegen Revisionsarbeiten ebenfalls gesperrt ist: bis zum Samstag, 16. August.

Nur ganz langsam: Seit Dienstag wird das Wasser aus dem 50-Meter-Becken im Auebad abgelassen. Nach Angaben von Bäderchef Jens Herbst dauert es bis zu vier Tage, bis die 2,5 Mio. Liter draußen sind.

Seit Dienstag wird dort das Wasser im Sportbecken abgelassen. Insgesamt 2,5 Millionen Liter (2500 Kubikmeter). „Das dauert drei bis vier Tage“, sagt Jens Herbst, Bäderchef der Städtischen Werke. Mindestens fünf Tage müsse man rechnen, um das Becken wieder zu füllen. Denn das Wasser müsse zuvor erwärmt werden, damit keine Fliesen reißen.

Im leeren Becken werden zwischenzeitlich dann zum Beispiel die Fugen und die Unterwasserbeleuchtung untersucht. In den Duschen müssten alle Fugen ausgetauscht werden, um Schimmelbildung vorzubeugen. „Die 350.000 Besucher im ersten Jahr haben ihre Gebrauchsspuren hinterlassen“, sagt Herbst.

Viele weitere Informationen zu Kassels Bädern finden Sie hier.

Wäre es nicht besser gewesen, die Revisionsarbeiten in beiden Hallenbädern zu unterschiedlichen Zeiten vorzunehmen? Das verneint Pijanka. Aus Kostengründen sei es sinnvoll, die Revisionsarbeiten, an denen mehrere Firmen beteiligt sind, parallel in beiden Bädern zu machen. Schließlich gehe es ja um Steuergelder, die nicht verschwendet werden sollten.

„Es wird nie einen guten Zeitpunkt geben, um beide Bäder zu schließen“, sagt Herbst. Vor den Sommerferien sei es ungünstig gewesen, weil man den Schulen und Vereinen Zeiten im Bad zur Verfügung stellen müsse. „Da haben wir einen Auftrag. Zudem gehe man davon aus, dass in der Hochsommerphase von Mitte Juli bis Mitte August viele Menschen ohnehin in die Freibäder auswichen. Man sei natürlich nicht vor Regentagen gefeit, sagt Herbst.

Die Revisionsarbeiten im Freizeit- und Saunabereich des Auebads finden vom 18. August bis 5. September statt.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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