1500 Meter vor der Arbeit

Beim ersten Frühschwimmen im Auebad kamen am Dienstag 80 Besucher

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Starteten sportlich in den Tag: Vera Schwantes (links) aus Baunatal und Ulrike Armbrust aus Kassel.

Kassel. „Wir sind sehr überrascht, dass so viele Menschen das Angebot gleich am ersten Tag genutzt haben“, sagt Heiko Meckbach, Leiter im Auebad. 80 Frauen und Männer kamen am Dienstagmorgen, als es draußen noch dunkel war, in das Kombibad an der Fulda, um ihre Bahnen zu schwimmen.

Neuerdings bieten die Städtischen Werke Frühschwimmen im Auebad an: dienstags und donnerstags zwischen 7 und 10 Uhr. Bis zur Eröffnung der Freibadsaison im Mai soll das zunächst ein Testlauf sein. Die Städtischen Werke wollen schauen, ob sich die zusätzlichen Öffnungszeiten auch lohnen.

Man nehme die Zahlen aus den Freibädern in Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe auch als Maßstab, sagt Meckbach. In den Freibädern kämen in der Regel bis 10 Uhr etwa 60 bis 100 Frühschwimmer.

Die ersten Frühschwimmer im Auebad waren Berufstätige, wie auch Sabine und Jonas Bender aus Kassel. „Wir finden das Angebot super“, sagt Jonas Bender. „Wir haben uns richtig geärgert, dass es bislang kein Frühschwimmen gab.“ Auch Heiko Butterweck aus Vellmar schwamm am Dienstag 1500 Meter vor seinem Arbeitsbeginn im Kasseler Rathaus. Bislang sei er zwei Mal in der Woche in der Mittagspause in das Bad gegangen. Die frühen Zeiten seien aber praktischer. Erstens müsse man morgens um 7 Uhr noch keine Parkgebühren zahlen und zweitens sei man ruck, zuck im Bad. „Noch vor der Arbeit ist man mit der ganzen Sportgeschichte durch“, sagt Butterweck.

Die ganz frühen Frühschwimmer schätzen auch die Vorlieben ihrer Mitstreiter: Morgens um 7 Uhr sind noch keine sich unterhaltenden Nebeneinanderschwimmer, Beckenrandfestkraller, Planscher, Querschwimmer oder turtelnde Pärchen im Wasser anzutreffen. Die Schwimmer sind stattdessen auch durchaus bereit, den Entgegenkommenden auszuweichen, weil sie nicht auf feste Bahnen pochen.

So entspannt und sportlich starteten auch die Schülerin Vera Schwantes aus Baunatal und Ulrike Armbrust aus Kassel, die nach dem Schwimmen zur Arbeit bei SMA ging, in den Tag im 50-Meter-Becken.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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