Kosten bis zu 80.000 Euro

Café-Sanierung: Förderverein Freibad Wilhelmshöhe will im Frühjahr 2014 loslegen

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Blick durch ein Loch im Zaun. Das Freibad Wilhelmshöhe soll ab 2016 saniert werden. Mit dem Cafégebäude will der Förderverein schon früher anfangen und damit ein Zeichen setzen.

Kassel. Der Förderverein Freibad Wilhelmshöhe will ein Zeichen setzen. Bereits im Frühjahr soll das markante Gebäude, in dem über Jahre ein Café untergebracht war, saniert werden.

„Das kann und muss man vorziehen, damit das Gebäude nicht größeren Schaden nimmt“, sagt Prof. Kuno Hottenrott, der gerade wiedergewählte Vorsitzende des Fördervereins (815 Mitglieder).

70.000 bis 80.000 Euro werde die Außensanierung nach übereinstimmenden Gutachten der Städtischen Werke und des vom Förderverein beauftragten Büros ANP kosten. Damit könne man das Gebäude so weit herrichten, dass es für einen Pächter wieder interessant sei. Die Arbeiten am Schwimmbadcafé im Frühjahr 2014 wären nach Einschätzung von Hottenrott ein sichtbares Zeichen dafür, dass ab 2016 auch das gesamte Bad saniert werde. Ebenso wie Anita Mahrt vom Förderverein in Harleshausen ist er davon überzeugt, dass man sich auf die Zusagen von SPD und Grünen zur Sanierung der Freibäder verlassen kann. Dabei werden auch die Fördervereine in die Pflicht genommen, die jeweils mindestens 700.000 Euro aufbringen sollen. „Mögliche Sponsoren halten sich noch zurück“, sagt Hottenrott. Jeder, der spende, wolle sichergehen, dass das Geld nicht irgendwo versickert.

Das Freibad Wilhelmshöhe im HNA-Regiowiki

Diese Garantie soll es auf jeden Fall geben. Das sichert Kämmerer und Bäderdezernent Dr. Jürgen Barthel (SPD) zu. Wenn die Stadtverordneten am 16. Dezember dem Bäderkompromiss zustimmten, könnten die Fördervereine damit beginnen, Spenden zu sammeln. Es sei zum Beispiel möglich, ein Treuhandkonto einzurichten. Das eingezahlte Geld dürfe dann nur für die Schwimmbadsanierung verwendet werden. Sollte daraus wider Erwarten nichts werden, müsse das Geld zurückgezahlt werden. Barthel macht keinen Hehl daraus, dass er ursprünglich gegen die Sanierung beider Bäder war. „Man muss aber auch zur Kenntnis nehmen, dass es andere politische Mehrheiten gibt“, sagt er.

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Barthel widerspricht der Einschätzung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Norbert Wett, die Vorsitzenden der Fördervereine hafteten mit ihrem persönlichen Vermögen für den geforderten Beitrag zur Sanierung. Daran habe niemand ein Interesse.

Der Förderverein in Bad Wilhelmshöhe kann darauf hoffen, dass über einen Grundstücksverkauf Geld in die Kasse kommt. Es gibt mit der Freikirche einen Interessenten für den Kauf eines etwa 1500 Quadratmeter großen Areals am äußeren Rand des Geländes. Damit wäre ein Anfang gemacht. „Wir haben jetzt eine Chance und wollen die nutzen“, sagt Hottenrott.

Von Thomas Siemon

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