Freibäder Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe öffnen am 1. Mai – Debatte über Sanierung oder Neubau

Freibäder Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe öffnen am 1. Mai – Debatte über Sanierung oder Neubau

Vorbereitungen auf den Saisonstart am 1. Mai: Sabine Richter, Auszubildende der Städtischen Werke, fischt Laub aus dem Becken des Harleshäuser Bades. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Sie haben wieder geflickt, überpinselt und abgestützt. Irgendwie schaffen es die Mitarbeiter der Städtischen Werke immer, die maroden Freibäder in Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe für den Saisonstart herzurichten.

Am kommenden Dienstag, 1. Mai, ist es wieder so weit. Dann beginnt traditionell die Freibadsaison in Kassel. „Es soll deutlich wärmer werden, wir hoffen auf einen guten Start“, sagt der Betriebsleiter in Harleshausen, Heiko Meckbach (Städtische Werke).

„Wir hoffen auf einen guten Start.“

Heiko Meckbach, Betriebsleiter im Freibad Harleshausen

Mindestens genauso ungewiss wie eine genaue Wetterprognose bis zum 1. Mai ist die Zukunft der beiden Freibäder, die in den 1930er-Jahren gebaut wurden. Noch hat der erkrankte Bäderdezernent Dr. Jürgen Barthel (SPD) das Gutachten zum Sanierungsbedarf in Harleshausen nicht vorgestellt. Niemand rechnet aber damit, dass der Beton hier weniger angegriffen ist als in Bad Wilhelmshöhe. Dort sind rund sechs Millionen Euro vorgesehen.

Der Streit, ob sich eine Sanierung überhaupt noch lohnt, oder ob ein Neubau nicht sinnvoller wäre, ist längst noch nicht ausgestanden. Daran ändern auch die eindeutigen Abstimmungsergebnisse in den Ortsbeiräten für eine Sanierung mit 50-Meter-Becken nichts.

Eine Entscheidung über die Zukunft der beiden Freibäder soll es dann geben, wenn das Gutachten zu Harleshausen veröffentlicht ist. Bisher sind maximal 3,5 Millionen Euro für dieses Bad vorgesehen. Es ist mehr als fraglich, ob das reichen wird.

Eines steht jedoch fest: Diese Saison schaffen die beiden Freibäder noch. Im Frühjahr 2013 soll dann das neue kombinierte Hallen- und Freibad am Auedamm eröffnet werden. Die Kosten für dieses Bad sind mit 30 Millionen Euro veranschlagt.

Von Thomas Siemon

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