Betriebskosten sollen deutlich sinken

Vorschläge für Sanierung des Wilhelmshöher Freibads

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Das Freibad Wilhelmshöhe

Kassel. Der erneute Beschluss der Kasseler Stadtverordneten, die sich für die Sanierung der beiden Freibäder ausgesprochen haben, hat den Förderverein Bad Wilhelmshöhe beflügelt.

„Wir bekommen fast täglich neue Mitglieder und steuern bereits auf 600 zu“, sagt der Vereinsvorsitzende Kuno Hottenrott. Der Kasseler Sportprofessor setzt sich ehrenamtlich für das sanierungsbedürftige Bad aus dem Jahr 1935 ein.

Ende des Monats werde das Kasseler Planungsbüro ANP Vorschläge für die Sanierung mit entsprechenden Kostenvoranschlägen machen. Derzeit hole man bereits Angebote für die Wassertechnik und die Erneuerung der Becken ein. Ziel sei es, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Auch die Betriebskosten sollen deutlich sinken. „Da lässt sich die Hälfte einsparen“, sagt Hottenrott. Es gebe bereits sehr vielversprechende Kontakte mit einem Sponsor für die Energietechnik. Zudem informiere man sich bei Betreibern von Freibädern, die in jüngster Zeit saniert wurden, über deren Erfahrungen. Das Abstimmungsergebnis der Stadtverordneten habe man im Erleichterung aufgenommen.

Kuno Hottenrott

Die CDU-Fraktion sieht darin eine klare Vorgabe für Kämmerer Dr. Jürgen Barthel und Oberbürgermeister Bertram Hilgen (beide SPD). Die würden nicht dafür bezahlt, SPD-Beschlüsse zu verwirklichen, sondern Aufträge der Stadtverordnetenversammlung zu erfüllen. „Der Magistrat hat jetzt die Aufgabe, kostengünstige Lösungen für die Sanierung beider Freibäder zu suchen und die Finanzierung sicherzustellen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Norbert Wett. In der Sondersitzung am Montag hatte die SPD ihren Antrag zurückgezogen. Der sah vor, das Wilhelmshöher Bad zu schließen und aus dem Grundstücksverkauf die Sanierung in Harleshausen zu bezahlen.

Es sei nun endlich an der Zeit, den erklärten Bürgerwillen zu respektieren und konstruktiv an einer kostengünstigen Lösung zu arbeiten, sagt der Vorsitzende des CDU-Stadtbezirks Brasselsberg, Dr. Normann Günther. Auch er setzt sich für den Erhalt beider Freibäder ein.

Von Thomas Siemon

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