Fragen und Antworten zur Öffnung des Auebades und zu Schäden in anderen Bädern

Sprungbecken bleibt gesperrt

Alles bröckelt: Von den Beckenrändern im Auebad sind zahlreiche Fliesen abgeplatzt. Foto: Schachtschneider

Kassel. Erst wenn das Kombibad am Auedamm fertig ist, sollte dort wieder im Freien gebadet werden. Doch Kassels Stadtverordnete haben beschlossen, dass das Auebad im Sommer 2010 geöffnet sein soll – trotz Baufälligkeit. Dazu Fragen und Antworten.

? Wird das komplette Auebad wieder geöffnet?

! Nein, Sprungturm und -becken, Umkleiden, Wärmeräume sowie andere Räume am Auedamm bleiben geschlossen. Badegäste sollen sich in Containern umziehen.

? Von den 150 000 Euro für die Herrichtung sollen nur die notwendigsten Arbeiten bezahlt werden. Werden diese ausgeschrieben?

! Mit den Arbeiten wird laut Stadt Kassel die Verkehrssicherheit „so weit wie möglich wieder hergestellt“. Ausschreibungen seien nicht notwendig. Viele Arbeiten erledigen die Städtischen Werke, die die Bäder im Auftrag betreiben. Zudem werden Firmen beauftragt, mit denen Rahmenverträge bestehen. Wäre das nicht so, würde in der Tat zeitlicher Verzug drohen.

? Welche Kosten entstehen durch die Wiederöffnung?

! Die Stadt rechnet für das Auebad mit Ausgaben von 656 000 Euro für diese Saison. Die Ausgaben setzen sich wie folgt zusammen: • 150 000 Euro für die Herrichtung des Bades, • 240 000 Euro für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, • 266 000 Euro für Personal und Reparaturen während des Betriebs sowie Gemeinkosten.

Dem stehen geschätzte Einnahmen von etwa 66 000 Euro gegenüber. Die Öffnung belastet den Haushalt der Stadt also mit etwa 590 000 Euro.

? Hat das Regierungspräsidium keine Einwände?

!Die Ausgaben seien noch nicht haushaltswirksam, sagte ein Sprecher. Daher könne das RP zum Beschluss der Stadtverordneten nichts sagen.

? Ist der Betrieb der Freibäder in Wilhelmshöhe und Harleshausen auch so teuer?

! Für das Bad in Wilhelmshöhe kalkulieren Stadt und Werke mit einem Zuschuss von 260 000 Euro. Teurer ist das Freibad in Harleshausen mit 280 000 Euro.

? Was kostet die Wiedereröffnung der Freibäder in Wilhelmshöhe und Harleshausen? Auch dort gibt es Schäden.

! Genaue Zahlen könne man noch nicht nennen, teilte die Stadt mit. In Wilhelmshöhe sind im September größere Schäden entdeckt worden. Nach 80 Jahren seien Beton und Stahl teils stark angegriffen. Decken und Wände seien nun nicht mehr tragfähig. Obendrein verschlimmerte der strenge Winter die Situation. Deswegen sind Teile der Terrasse des Cafés sowie Umkleideräume im Westflügel und die gesamte Sammelumkleide gesperrt worden. (clm)

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