Anwendungen in Therme kosten wie bisher extra

10-Millionen-Euro-Umbau der Therme: Baden wie im Orient

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Der heiße Stein: In der Taunus-Therme in Bad Homburg ist dieser Bereich eine Attraktion des Hamam-Paradieses.

Kassel. Die Therme sei in die Jahre gekommen, Umkleidebereich und Saunalandschaft seien nicht mehr zeitgemäß, kritisierten Besucher vor einigen Wochen gegenüber der HNA. Das Ambiente könne nicht mit dem 32 Mio. Euro teuren Auebad mithalten.

Werner Wicker, Besitzer der Therme, hat die Berichterstattung und die Kritik verfolgt: „Ich habe mich jetzt über Ostern hingesetzt und Skizzen für die Therme angefertigt“, sagte Wicker. Bis zu 10 Millionen Euro plant er in den Umbau zu investieren. „Das ist eine Herzensangelegenheit für mich.“

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Der Umbau könnte schon in einigen Monaten beginnen. Wie lange der dauern könnte und mit welchen Einschränkungen die Besucher rechnen müssen, ist nicht klar. Im März dieses Jahres eröffnete Wicker einen ähnlichen Bereich im Schwesterbad „Taunus-Therme“ in Bad Homburg. Die Arbeiten dort zogen sich über viereinhalb Jahre. In Kassel solle es aber schneller gehen, sagte der 78-jährige Wicker.

Entspannung in 15 Schritten

Im Hamam- und 1001-Nacht-Tempel-Bereich, die nahtlos ineinander übergehen sollen, kann der Besucher sich in 15 Stationen entspannen. Dabei wird beispielsweise durch Wärme, Heißluft- und Dampfluftbäder sowie Duschen die Körpertemperatur bei den ersten neun Stationen erst erhöht und danach abgekühlt.

Wärmeliegen: Neben verschiedenen Bädern haben die Besucher in der Therme in Bad Homburg auch die Möglichkeit, am Kamin zu liegen.

Am Schluss warte auf den Gast unter anderem der „Heiße Stein“ mit beheizbaren Sitz- und Liegebänken. Wichtig ist Wicker dabei, dass die Farben aufeinander abgestimmt sind. Der Besucher soll so in ein andere, orientalische Welt versetzt werden.

Der Eintrittspreis für die 1300 bis 1400 Thermenbesucher pro Tag werde sich nur „minimal“ nach oben verändern, sagte Wicker. Aktuell kosten beispielsweise zwei Stunden 15 Euro.

Anwendungen wie Massagen beim Hamam-Meister müssten wie bisher aber extra bezahlt werden.

Von Max Holscher

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