Ziel sind 100.000 Besucher

Förderverein Freibad Wilhelmshöhe eröffnet Ausstellung

Ausstellung zum Freibad im City-Center: Der Fördervereinsvorsitzende Kuno Hottenrott (rechts) im Gespräch mit (von links) Axel und Isabella Tewer und Namara Freitag. Foto: Zgoll

Bad Wilhelmshöhe. Die Unterstützung für den Erhalt des Freibades Wilhelmshöhe nimmt von Tag zu Tag zu. „Ich werde ständig angesprochen, wir bekommen täglich neue Mitglieder“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Kuno Hottenrott.

743 im Verein organisierte Mitstreiter hat er mittlerweile. Viele von ihnen kamen gestern gemeinsam mit Vertretern des Ortsbeirats, der Rathausfraktionen und anderen Interessierten ins City-Center (Bahnhof Wilhelmshöhe). Vor dem Start des verkaufsoffenen Sonntags im Kurbezirk informierten Sportprofessor Hottenrott und Michael Bergholter vom Planungsbüro ANP über die Sanierungsvorschläge des Fördervereins.

Mit 60.000 Besuchern habe man die Zahlen aus dem Vorjahr um 20 Prozent übertroffen. Und das, obwohl es nicht einmal mehr ein Sprungbrett gebe. Trotz anderslautender Zusagen habe man das abmontierte Brett aus dem Stadtbad Mitte nicht bekommen. „Unser Ziel ist es, die Besucherzahlen auf 100.000 zu steigern“, sagt Hottenrott. Dafür müsse man an schönen Tagen auch mal länger öffnen sowie mehr für Kinder und Jugendliche bieten. Der Förderverein sei bereit, solche Angebote personell zu unterstützen.

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Einen Schub in der Debatte über den Erhalt des Schwimmbades erhofft sich der Förderverein durch einen möglichen Investor. Die evangelische Freikirche habe Interesse an dem Cafégebäude und dem oberhalb angrenzenden Grundstück. Dort sollen Versammlungs- und Seminarräume entstehen, die auch von anderen Interessenten aus dem Stadtteil genutzt werden könnten.

Planer Michael Bergholter machte deutlich, dass man nach einer Sanierung die Energiekosten für das Bad halbieren könne. Der Vorschlag des Fördervereins für eine 3,96 Millionen Euro teure Sanierung beinhalte eine Wasserfläche von 1140 Quadratmetern. Das sei fast doppelt so viel wie der Gegenentwurf der Städtischen Werke vorsehe. „Was wir vorhaben, ist 30 Prozent günstiger“, sagt Kuno Hottenrott.

Die Ausstellung im City-Center beleuchtet die Geschichte des Wilhelmshöher Bades, die aktuelle politische Debatte darüber und zeigt Pläne für eine mögliche Sanierung. Ob daraus etwas wird, ist bislang trotz entsprechender Beschlüsse der Stadtverordneten offen.

Von Thomas Siemon

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