Stadtverordnete beschließen Instandhaltung

Stadtverordnete beschließen: Freibäder sollen 2014 öffnen

+
Chancen auf Wiederöffnung sind gestiegen: Die Stadtverordneten beschlossen eine Instandhaltung der Freibäder Wilhelmshöhe (Foto) und Harleshausen für die nächste Saison.

Kassel. Die Freibäder Wilhelmshöhe und Harleshausen sollen so über die Wintermonate erhalten werden, dass sie kommendes Frühjahr wiedereröffnet werden können. Dies hat die Stadtverordnetenversammlung am Montagabend einstimmig beschlossen.

Allerdings ist diese Entscheidung möglicherweise bald Makulatur. Denn im November beginnen die Haushaltsverhandlungen. Dabei wird auch über die Zukunft der Bäder nochmal ganz neu entscheiden.

Lesen Sie auch:

- Freibäder: Bürger werden gehört

- Demo für beide Freibäder: Tumult im Sitzungssaal

Noch ist der Streit in der rot-grünen Rathaus-Kooperation ungeklärt. Der scheidende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Gernot Rönz, sagte vor den Stadtverordneten: „Wir wollen wiedereröffnen und werden im Frühjahr schauen, wie groß die Schäden sind und diese instand setzen.“ Rönz machte aber auch klar, dass es ganz anders kommen könne.

Sollte die Stadtverordnetenversammlung im November zu der Entscheidung kommen, doch Geld für die Sanierung eines der beiden Bäder im Haushalt einzustellen, könne dieses wegen der Arbeiten eben nicht wiedereröffnen, sagte Rönz

Bislang steht im Haushaltsplanentwurf des rot-grünen Magistrats kein Geld für eine Sanierung bereit. Für die Sanierung beider Bäder wären etwa acht Mio. Euro nötig.

Bäderdezernent Jürgen Barthel (SPD) gab sich in der Angelegenheit gelassen: „Wenn die Stadt vor der kommenden Badesaison nichts anderes beschließt, werden wir wiederöffnen. Nur wenn der Sanierungsbedarf nach den Wintermonaten höher sein sollte als üblich, müssen wir nochmal neue Absprachen treffen.“

Auch die SPD-Fraktion, die das Freibad Wilhelmshöhe aus Kostengründen gern schließen würde, stimmte dem Antrag auf Wiederöffnung in der nächsten Badesaison zu. „Dies ersetzt aber nicht eine Grundsatzentscheidung über den Erhalt“, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Geselle.

Der aktuelle Stadtverordnetenbeschluss bekräftigt eigentlich nur das, wozu die Städtischen Werke ohnehin verpflichtet sind: Eine Sicherung des Eigentums.

Von Bastian Ludwig

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.